Eckwerte für Zukunft des Flugplatzes festgelegt

BUOCHS ⋅ Der Kanton Nidwalden und drei Korporationen haben sich auf Eckwerte für die Zukunft des Flugplatzes Buochs geeinigt. Dieser soll als ziviles Flugfeld weiter bestehen. Die Zahl der maximalen Flugbewegungen soll von 25'000 auf 20'000 reduziert werden.

Vertreter des Kantons Nidwalden und der Korporationen Buochs, Ennetbürgen und Stans haben sich in Gesprächen auf Eckwerte geeinigt, wie der Flugplatz Buochs künftig weiterbetrieben werden soll. Bis im März ist die Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung mit den betroffenen Firmen, dem Schutzverband und den Gemeinden geplant.

Gemäss der am Donnerstag publizierten Eckwerte soll der Flugplatz ein ziviles Flugfeld mit privaten Betreibern bleiben und nicht zu einem Regionalflugplatz ausgebaut werden. Am Ort ansässige Firmen wie der Flugzeugbauer Pilatus sollen die Piste weiterhin nutzen dürfen.

Dem Segelflugverein soll der Flugplatz ebenfalls weiterhin offen stehen. Eine Helikopterbasis für Touristenflüge wird nicht erlaubt. Die Vertreter des Kantons und der Korporationen wollen die zwei Kilometer lange Piste unter anderem aus Sicherheitsüberlegungen nicht verkürzen.

Die Zahl der maximalen jährlichen Flugbewegungen von heute 25'000 soll indes auf 20'000 sinken. Im Jahr 2013 zählte der Flugplatz 14‘000 Bewegungen. Davon entfielen 38 Prozent auf das Unternehmen Pilatus, 26 Prozent auf Segelflugzeuge, 22 Prozent auf die Flugplatzbetreiberin und 14 Prozent aufs Militär.

Der Kanton Nidwalden und die Korporationen nahmen im August 2014 Gespräche über den künftigen Betrieb des Flugplatzes Buochs auf. Ein konkreter Vorschlag soll bis Ende 2015 vorliegen.

Armee zieht sich zurück

Der Flugplatz Buochs wird vor allem von Privatpiloten und den unmittelbar neben dem Flugplatz angesiedelten Pilatus Flugzeugwerken benutzt. Die Armee kündigte im November 2013 an, ihre Sleeping Base in Buochs künftig definitiv aufgeben zu wollen.

Innert fünf Jahren suchen die Korporationen, der Kanton und weitere Betroffene am Flugplatz nach einer einvernehmlichen Lösung zur Sicherstellung des langfristigen Flugbetriebs.

Von der Armasuisse nicht mehr benötigte Flächen am Flugplatz gingen ins Eigentum der Korporationen über. Die Vertragsparteien und der Kanton Nidwalden hatten im Dezember 2013 die entsprechenden Kaufverträge unterzeichnet.

Dem Verkauf gingen intensive Verhandlungen voraus. Ursprünglich sollte nach dem Willen der Nidwaldner Regierung der Kanton die Flächen kaufen.

Die Korporationen verhinderten dies, in dem sie ihr Vorkaufsrecht auf gewissen Flächen geltend machten. Der Landrat liess mit einem Entscheid im November 2012 den Korporationen den Vortritt. (sda)


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