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Luxusprojekt gerät ins Stocken

Vom künftigen Bürgenstock-Resort ist noch nicht viel zu sehen. Blick durch das Baustellengitter. Zoom

Vom künftigen Bürgenstock-Resort ist noch nicht viel zu sehen. Blick durch das Baustellengitter.

BÜRGENSTOCK ⋅ Das neue Ferienresort kommt nicht voran wie erhofft. Der Eröffnungstermin 2015 ist wohl obsolet. Anwohner befürchten sogar, dass es gar nie fertig wird.

In genau zwei Jahren soll auf dem Bürgenstock ein neues Ferienresort mit drei Hotels, Spa und Residence-Suiten eröffnet werden. Doch zurzeit herrscht auf der Grossbaustelle geradezu beschauliche Ruhe. Eine Hand voll Arbeiter hämmert und werkelt an den fast fertigen Residence-Gebäuden und am Parkhaus. Vom geplanten Waldhotel ist erst die Baugrube fertig. Das «Palace» und das «Grand Hotel» stehen leer und ausgehöhlt da.

«Langsam kippt die Stimmung»

Hört man sich bei Anwohnern um, klingt es derzeit wenig euphorisch: «Anfangs standen wir dem Projekt positiv gegenüber», sagt Rolf Stalder, der in der benachbarten Residenz «La Maison» lebt und deren Bewohner bei der Bauherrschaft vertritt. «Doch langsam kippt die Stimmung bei einigen.» Man fühle sich von den Verantwortlichen verschaukelt und schlecht informiert. An der letzten Anwohner-Information sei nämlich plötzlich die Rede von einem Baustopp gewesen. «Es hiess sogar, es sei ‹im Bereich des Möglichen, dass das Resort nicht gebaut wird›».

  • 03.08.2014: So sehen die Residenz-Suiten aus. Blick ins Bad einer Musterwohnung.
  • Küche
  • Bad

485 Millionen Franken investiert eine Gruppe aus Katar, um auf dem Bürgenstock zu bauen. Das neue Resort soll Ende 2014 eröffnet werden. Der Startschuss für die Vermittlung der ersten Bürgenstock-Wohungen ist gefallen.

Bürgenstock-Gesamtprojektleiter Bruno Schöpfer widerspricht. Von einem Baustopp sei keine Rede. Er räumt aber ein, dass es wohl zu Verzögerungen kommen wird: «Wir müssen nicht zwingend 2015 eröffnen.» Noch deutlicher formuliert es Ronald Joho, Medienbeauftragter des Bürgenstock-Resorts: «Es wird zeitliche Verzögerungen geben», sagt dieser. Gründe dafür gebe es mehrere, unter anderem sind das die Umsetzung von Auflagen aus dem Bereich des Natur- und Heimatschutzes sowie des Denkmalschutzes, aber auch planungsrechtliche Gründe sowie die noch hängigen Einsprachen.

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