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Pilatus benötigt Luftraum für PC-24-Testflüge

STANS / BERN ⋅ Die Pilatus Flugzeugwerke arbeiten zurzeit an der Fertigstellung des ersten PC-24 Prototypen. Der Erstflug des Businessjets ist im Mai geplant. Pilatus hat für die Testflüge einen Antrag zur Errichtung eines temporär genutzten Luftraums gestellt. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) führt zu diesem Zweck eine Anhörung durch.

Für die kommenden Testflüge des PC-24 Businessjets möchte Pilatus im Gebiet südöstlich der Flugplätze Buochs und Alpnach fünf temporär aktivierbare Flugbeschränkungsgebiete errichten. Diese können individuell aktiviert werden und sind normalerweise nicht alle gleichzeitig in Betrieb. Pilatus begründet diesen Antrag damit, dass der PC-24 deutlich schneller und höher fliegen wird als die bisherigen Pilatus-Flugzeuge, wie das BAZL am Donnerstag mitteilte.

Zusammen mit dem BAZL, der Flugsicherung Skyguide, der Luftwaffe und den Aviatikverbänden hat Pilatus ein Luftraumkonzept erarbeitet, das sowohl den Sicherheitsanforderungen der Luftfahrt genügt als auch zu möglichst wenig Einschränkungen für andere Luftfahrtteilnehmer führen soll. Das Luftraumkonzept beinhaltet neben den bestehenden militärischen Trainingsräumen (Lufträume hoch, 3950 bis14‘350 Meter über Meer) insgesamt fünf temporäre Lufträume rund um den Flugplatz Buochs (Lufträume tief),welche in der Regel von Montag bis Freitag während den Betriebszeiten des Flugplatzes Buochs einzeln oder als zusammenhängende Räume belegt werden können und durch Skyguide bewirtschaftet werden.

Diese Lufträume sind begrenzt durch die Kontrollzone des Flugplatzes Emmen im Norden, den Sihlsee im Osten, Flüelen im Süden und dem Lungernsee im Westen. Vertikal reichen die Lufträume ab minimal 1500 Meter bis maximal 3950 Meter über Meer und tragen damit den Lärmschutzbedürfnissen der Bevölkerung Rechnung.

Von den ca. 1100 Flugstunden, die in der Schweiz mit dem PC-24 absolviert werden müssen, entfallen ungefähr die Hälfte auf die Lufträume tief.

Die Anhörung der betroffenen Kantone, Gemeinden und Verbände dauert bis zum 10. Februar 2015.

pd/zim

  • Pilatus inszenierte den Rollout ihres ersten Düsenflugzeugs am Nationalfeiertag als grosse Show mit Volksfestcharakter.
  • Mit Pferden wird der neue Business-Jet in die Arena gezogen.
  • Der zweistrahlige PC-24 ist das erste Düsenflugzeug der Stanser Flugzeugwerke. Diese hatten sich bisher auf Propellermaschinen spezialisiert. Das 17 Meter lange Geschäftsflugzeug mit grossem Frachttor soll auch auf kurzen Sand- und Schotterpisten von gut 800 Metern Länge landen und starten können.

Die Pilatus Flugzeugewerke haben am 1. August auf dem Flugplatz Buochs den neuen Businessjet PC-24 vorgestellt. Untermalt wurde das Volksfest von einer Flugshow.

In Buochs haben die Pilatus Flugzeugwerke den ersten Schweizer Business-Jet PC-24 vorgestellt. Pilatus-Chef Oscar J. Schwenk, Bundesrat Ueli Maurer und Res Schmid von der Nidwaldner Regierung im Interview. (René Meier, 01.08.2014)

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Leserkommentare (3)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 29.01.2015 17:59

    Wir in Emmen werden uns wehren müssen!!! - meint das Forum Emmen.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 29.01.2015 19:52
    als Antwort auf das Posting von Mac H. wijnands, emmenbruecke am 29.01.2015 17:59

    Wieso wehren? Wissen Sie nicht wie gross die Flugplatzkontrollzone Emmen ist? Die markiert die Grenze.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 29.01.2015 17:54

    minimal 1500 Meter - das wird eine lärmige Angelegenheit geben. Und der Luftraum wird genau über Stans und Stanserhorn liegen.

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