Vermisst wird die Rücksichtnahme auf der Strasse

STANS ⋅ Die Nidwaldner sind mit der Verkehrssituation im Grossen Ganzen zufrieden. Handlungsbedarf sehen sie in einem Punkt, den die Verkehrsteilnehmer selber in der Hand haben. Das zeigt eine Umfrage.

Über den ganzen Kanton betrachtet ergibt sich auf einer 10er-Skala ein Gesamtzufriedenheitswert von 7,2. Das zeige, dass die Bevölkerung grundsätzlich zufrieden sei, bewertet die Regierung das Resultat. Noch zufriedener sind die Nidwalder mit dem öffentlichen Verkehr. Aus der Umfrage resultiert ein Wert von 7,6.

Am zufriedensten mit der Verkehrssituation sind die Einwohner in Emmetten (7.8), Beckenried (7.7) und Ennetbürgen (7.6). Am wenigsten zufrieden sind die Einwohner in Hergiswil (7.1), Ennetmoos (6.9) und in Stans (6.7).

Zu wenig Rücksichtnahme

Am geringsten ist die Zufriedenheit mit der gegenseitigen Rücksichtnahme im Strassenverkehr – einem Thema, bei dem die Verkehrsteilnehmer vor allem selbst gefragt seien, wie in der Medienmitteilung angemerkt wird. Handlungsbedarf lasse sich insbesondere auch für bessere Informationen auf Baustellentafeln sowie bei  Sicherheitsstandards für Auto, Töff, Fussgänger und Velofahrer.

Strassenlärm ist für 20 Prozent der Einwohner ein Problem: Sie fühlen sich stark belästigt. Am ruhigsten beurteilen die Dallenwiler ihre Wohnumgebung. Am ehesten durch Strassenlärm belästigt fühlt man sich in Hergiswil und Wolfenschiessen.

Gut beurteilt haben die Befragten die Faktoren allgemeine Sauberkeit der Strassen, Schutz vor Naturgewalten, Wartezeit bei Bahnübergängen und an Ampeln und den baulichen Zustand der Strassen. baulicher Zustand  und die Wartezeit vor Verkehrsampeln. Auch finden die Nidwaldner, dass sie zumeist gut vorwärtskommen auf der Strasse. Hier schneiden Hergiswil, Ennetmoos, Stansstad und Stans schlechter ab als der Durchschnitt.

Für die Umfrage „Verkehr in Nidwalden“ hat die Baudirektion Im Oktober und November 2015 rund 1300 Personen ab 18 Jahren telefonisch interviewen lassen. Die Ergebnisse will die Regierung zusammen mit den Gemeinden analysieren, bevor allfällige Massnahmen im Hinblick auf Aufwand, Kosten und Umsetzbarkeit geprüft werden.

pd/cv

Hinweis: Die Ergebnisse im Überblick »

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