Arbeitsgruppe in Obwalden

Verschiedene Akteure haben an einem Workshop des Finanzdepartements über Palliative Care im Kanton Obwalden diskutiert. Für die weitere Bearbeitung des Themas soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden.
24. Oktober 2012, 14:03

Das Finanzdepartement des Kantons Obwalden hat diesen Monat verschiedenste Akteure aus den Bereichen Pflege, Medizin, Betreuung/Beratung und Politik zu einem Workshop Palliative Care eingeladen. Das Thema stiess auf grosses Interesse. Regierungsrat Hans Wallimann durfte beinahe 40 Personen begrüssen. Ziel des Workshops war eine Situationsanalyse der Palliative Care Angebote im Kanton Obwalden sowie die Definition allfälligen Handlungsbedarfs.

Frau Andrea Jenny, Leiterin Begleitung in der letzten Lebensphase der Caritas Luzern sowie Vorstandsmitglied des Vereins palliative zentralschweiz, stellte die wichtigsten Elemente der Nationalen Strategie Palliative Care vor. Ausgehend davon diskutierten die Teilnehmenden in mehreren Workshopstationen über den Stand von Palliative Care im Kanton Obwalden. Obwohl das Thema in allen Institutionen zunehmend an Bedeutung gewinnt, wurde diverser Handlungsbedarf festgestellt.

Arbeitsgruppe ab 2013

Die Teilnehmenden waren sich einig, dass mit diesem Workshop ein erster wichtiger Schritt für die Umsetzung der Nationalen Strategie im Kanton Obwalden gemacht wurde. Es zeigte sich aber auch, dass Bedarf an weiterer intensiver Behandlung des Themas besteht. Deshalb erklärten sich mehrere engagierte Teilnehmende bereit, eine Arbeitsgruppe unter der Führung des Finanzdepartements zu bilden.

Die Arbeitsgruppe setzt sich aus rund 15 Personen der Bereiche Pflege, Medizin, Betreuung/Beratung und Politik zusammen und wird anfangs 2013 ihre Arbeit aufnehmen. An ihrer ersten Sitzung soll der im Workshop festgestellte Handlungsbedarf konkret ausformuliert und dem Regierungsrat vorgelegt werden. Danach ist über das weitere Vorgehen zur gemeinsamen Verankerung von Palliative Care im Kanton Obwalden zu befinden.

Bundesweite Strategie

Seit 2009 verfolgen das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und –direktoren (GDK) die Nationale Strategie Palliative Care. Die Absicht der Strategie ist, dass alle schwerkranken und sterbenden Menschen in der Schweiz ihrer Situation angepasste Palliative Care erhalten und dadurch ihre Lebensqualität verbessert wird. Palliative Care umfasst medizinische Behandlung, pflegerische Interventionen sowie psychische, soziale und spirituelle Unterstützung in der letzen Lebensphase.

pd/shä


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