Gesamtlösung für Wasserversorgung des Melchtals kommt an die Urne

KERNS ⋅ Am Dienstagabend stellte die Gemeinde Kerns die Pläne für eine Gesamtlösung der Wasserversorgung für die Talschaft Melchtal vor. Vier Wasserversorgungen sollen zu einer zusammengeschlossen werden. Am 12. Februar sollen die Gemeinde und die Korporation von Kerns über die Zusammenlegung abstimmen.

29. November 2016, 20:05

Bisher gibt es im Melchtal vier Wasserversorgungen: die Wasserversorgungsgenossenschaft Melchtal für das Dorf, die Wasserversorgung des Klosters, des Sportcamps und der Stöckalp. Neu ist vorgesehen, dass die Wasserversorgung Kerns die vier Versorgungen per 1. Januar 2008 übernimmt und vorerst weiter betreibt. Gleichzeitig dazu wird mit der Planung und Realisierung einer neuen Versorgung mit einem zentralen Wasserreservoir gestartet. Das Wasser für die künftige Versorgung sollen die Quellen Blüemlistalden und Fomatt liefern.

Am 12. Februar 2017 stimmen die Stimmbürger und parallel dazu die Korporationsbürger über den Vorschlag ab. Das Gebiet der betroffenen Wasserversorgungen umfasst gegen 450 Einwohner, 800 Hotelbetten und 450 Grossvieheinheiten. Mit der Übernahme soll trotz Investitionen die Gebührenhöhe in den kommenden zehn Jahren stabil bleiben.

Ursprüngliche Variante führte zu keiner Einigung

Die erste Erarbeitung für eine Lösung der Wasserversorgung war im Frühling 2016 abgebrochen worden, da die verschiedenen Parteien keine Einigung erzielen konnten. Damals wollte man gemeinsam eine neue Wasserversorgung realisieren und anschliessend als Ganzes der Wasserversorgung Kerns übergeben. Der Einwohnergemeinderat hat seither mit allen involvierten Parteien noch einmal das Gespräch gesucht.

Mittlerweile sei zwischen der Einwohnergemeinde, der Korporation, der Alpgenossenschaft a.d.st. Brücke, der Wasserversorgungsgenossenschaft Melchtal, dem Benediktinerinnenkloster, dem Elektrizitätswerk Obwalden und zweier Privatpersonen eine Absichtserklärung zu einer Gesamtlösung der Wasserversorgung mit dem neuen Vorgehen abgeschlossen worden. Diese Absichtserklärung bilde die Basis für die nun kommenden politischen Prozesse, so die Gemeindeverwaltung Kerns am Dienstag.
 

pd/spe/sda

 


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