Grosse Lawine am Rotsandnollen – keine Verschütteten trotz Skitourenwetter

KERNS ⋅ Eine grosse Lawine ist zwischen dem Melchtal und dem Engelbergertal niedergegangen. Obwohl Skitourengänger in der Gegend unterwegs waren, wurde niemand von den Schneemassen erfasst.

Aktualisiert: 
11.03.2017, 20:00
11. März 2017, 18:02

Am Rotsandnollen – einem 2700 Meter hohen Berg zwischen dem Melchtal und dem Engelbergertal - ist am Samstag um die Mittagszeit eine massive Lawine niedergegangen. Die Lawine löste sich um 12.10 Uhr im Gebiet Tannenrotisand oberhalb der Tannalp, wie die Kantonspolizei Obwalden mitteilte. Das Gebiet ist bei Skitourengängern sehr beliebt. Zunächst war deshalb unklar, ob die Lawine Personen verschüttet hatte, zumal beim herrschenden schönen Wetter mutmasslich viele Leute unterwegs und auch gesichtet worden waren.

Tourengänger alarmierten vor Ort die Rettungsflugwacht. Sie hatten beobachtet, wie eine Gruppe in die besagte Flanke gefahren war. Es musste befürchtet werden, dass Personen von der Lawine mitgerissen worden waren. Später konnte die Dreiergruppe wohlbehalten in der Stöckalp angetroffen werden.  

Rund 30 Einsatzkräfte der Alpinen Rettungsstation Sarneraatal sowie mehrere Helikopter und vier Hundeführer suchten den Lawinenkegel minutiös ab. Sie konnten später Entwarnung geben.

Laut Polizei befand sich die Anrissstelle in Gifpelnähe. Weshalb sich der Schnee gelöst hatte, ist unklar. Der Lawinenkegel ist rund 250 Meter breit und 600 Meter lang, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagte. Schneemassen türmen sich bis zu zehn Meter hoch auf. 

Nach Polizeiangaben ist die Lawinensituation im betroffenen Gebiet als erheblich eingestuft. Schneeschichten können bis in tiefe Schichten reissen.

om/cv/pd


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