Musik der Neunziger wagt den Sprung in die Zukunft

ENGELBERG ⋅ Crossover spielt die junge Band Sir Donkey’s Revenge aus Engelberg. Beim Nachwuchswettbewerb Sprungfeder hat es die Band damit schon in den Final geschafft.

30. November 2016, 12:17

«Unser allererster Auftritt war 2014 an der ‹Sprungfeder›», erinnert sich Toni Küng, Sänger der Band Sir Donkey’s Revenge. «Wir wollten einfach mal spielen gehen und schauen, wie die Musik überhaupt ankommt.» Damals war die Band aus Engelberg bestehend aus Toni Küng (Gesang), Remo Menia (Gitarre), Dave Stettler (Schlagzeug) und dem damaligen Bassisten noch ganz neu und unerfahren. Sie begannen erst aus Freude an der Musik, ein paar Lieder zu machen. Seitdem haben sie einige Erfahrungen gesammelt und im Sommer den Bassisten Julian Rogger noch ins Boot geholt. In dieser neuen Formation sind sie in diesem Jahr wieder an die «Sprungfeder» gekommen und haben es sogar ins Finale geschafft.

Die «Sprungfeder» ist der Zentralschweizer Bandnachwuchswettbewerb. Die drei besten jungen Bands aus der Region sollen mit nachhaltigen Preisen gefördert werden. Auf die Erstrangierten warten ein Gutschein im Wert von 6000 Franken für eine Studioproduktion von drei Songs und zudem drei Auftritte in der Schweiz im Verlauf des nächsten Jahres. 20 Bands aus der Zentralschweiz haben Mitte Oktober bei den Vorrunden an fünf verschiedenen Orten der Zentralschweiz gespielt. Vor Ort wählten Jurymitglieder und Zuschauer einen Gewinner, der am 3. Dezember in der Schüür in Luzern am Final spielen darf. Sir Donkey’s Revenge ist einer davon. «Wahrscheinlich haben wir gerade den Nerv des Publikums getroffen», meint Toni Küng.

Eine Mischung aus Rock, Hip-Hop und Heavy Metal

Die Band spielt Crossover, eine Mischung aus Rockelementen, Hip-Hop und Heavy Metal, vor allem bekannt aus den Neunzigerjahren. An diesem Stil lehnen sie sich an. Sie sehen sich als eine Fortsetzung davon mit teilweise noch mehr Vermischungen und melodiösen Teilen. So versuchen sie, ihre eigene Sache daraus zu machen. «Wir machen einfach Musik, die uns gefällt, und wir bleiben dran, solange es uns gefällt», erklärt der Sänger. Dass die Musik auch anderen zusagt, davon ist Toni Küng fest überzeugt: «Es ist Musik, die einen mitzieht. Da kann man richtig dazu abgehen.»

Die «Sprungfeder» bietet für Toni Küng und seine Band eine tolle Gelegenheit, Erfahrungen zu sammeln und an Bekanntheit zu gewinnen. «Ich denke, die Schüür ist schon ein bisschen eine grössere Nummer als das, was wir bis jetzt gespielt haben.» Ihre Stärken sehen sie in der Originalität, da die Musikrichtung allgemein weniger aktuell ist, und in ihrer Bühnenpräsenz. Auch im Zusammenspiel harmonieren sie. «Musikalisch passen wir extrem gut zusammen.» Das Finale wird zeigen, ob dies gegen die Konkurrenz ausreicht und ob die «Sprungfeder» ihnen einen Sprung in die Zukunft gewährt.

 

Flavia Niederberger

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Hinweis

«Sprungfeder»-Final, Samstag 3. Dezember, 20 Uhr, Konzerthaus Schüür, Luzern: Infos und Vorverkauf unter www.schuur.ch


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