Neuer Kreisel beruhigt und öffnet zugleich

ALPNACH ⋅ Der Kreisel Feld erfüllt seine Aufgabe bereits seit einigen Wochen. Offiziell eröffnet wurde er erst am Samstag.

20. März 2017, 05:00

Robert Hess

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Die Lilie steht im Kreisel zwar nicht im weissen Feld und auf einem grünen Dreiberg wie im «richtigen» Alpnacher Wappen. Doch die markante metallene Lilie auf dem Dreiberg aus gleichem Material, umrahmt und getragen von Gubersteinen und geschmückt mit schilfartigen kleinen Pflanzen, lässt keine Zweifel offen: Im neuen Kreisel Feld begrüsst das Alpnacher Wappen die Fahrzeuglenker aus nah und fern.

Das gut gelungene Werk, das nach zwei Jahren Planung, Organisation und Realisation am Samstag offiziell seiner Bestimmung übergeben worden ist, beruhigt und öffnet zugleich: Es beruhigt – wie es die Aufgabe eines Kreisels ist – den Verkehr von der A8 und auf die A8 sowie den Lokalverkehr zwischen Alpnach Dorf und Alpnachstad.

Schule und Alpnacher Gewerbe

«Der bewusst pflegeleicht gestaltete Kreisel ist aber auch das Tor zu Alpnach», sagte Beat Vogel, Leiter der Projektgruppe Kommunikation, an der schlichten Feier am regnerischen Samstagvormittag vor Ort und unter dem schützenden Stalldach von Landwirt Urs Albert.

«Das neue Wahrzeichen für, mit und von Alpnach», so Vogel weiter, «ist durch konstruktive Zusammenarbeit der Schule, der Behörden, des einheimischen Gewerbes und der Bevölkerung geschaffen worden.»

Die Bevölkerung wurde miteinbezogen

Die Bauherrschaft besteht aus der Einwohnergemeinde und dem Bundesamt für Strassen (Astra), welches einen Teil der Bruttokosten von rund 60000 Franken übernehmen werde, wie Finanzchef Marcel Moser erklärte. Die genaue Kostenaufteilung sei noch nicht bekannt.

Ein Blick zurück in die Entstehungsgeschichte des Kreisels: 2015 hatten Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Oberstufe im Werkunterricht in Gruppen Skizzen und Modelle für einen künftigen Kreisel Feld erarbeitet. Im Januar 2016 wurden 24 Projekte öffentlich vorgestellt. Während 14 Tagen konnten 18 der 24 erarbeiteten Modelle im Gemeindehaus besichtigt und mittels Stimmzettel beurteilt werden. Zusammen mit einer Fachjury sowie der Projektgruppe Kommunikation wurde dann das Siegermodell «Steintor» erkoren.


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