Noch brauchen sie den Schutz der Mütter

OBWALDEN ⋅ Die Bisons in Giswil fühlen sich offenbar wohl. Sie haben bereits für vier Nachkommen gesorgt.
04. Juli 2015, 05:00

Zutraulicher und ruhiger seien die Bisons geworden, sagte Marcel Enz vor kurzem bei einer Besichtigung seiner Tiere auf der Liegenschaft Gehri in Giswil. Vor allem an ihn und seinen Vater hätten sich die Tiere etwas gewöhnt.

Eine gewisse Vorsicht diesen Tieren gegenüber sei aber immer geboten, meinte Enz. Wer zu den Tieren keinen Bezug habe, sollte jeden näheren Kontakt meiden.

Vorsicht ist geboten

Auf der Wiese sind die Tiere sehr aufmerksam und beobachten genau, wenn sich ihnen etwas nähert. Die Kälber werden dann von den Muttertieren eingekreist und abgeschirmt. Auch haben sie eine gewisse Rangordnung und Hierarchie. Enz weiss genau, welches Tier zuerst kommt, wenn er sie mit einem Futterkessel anlocken will.

Seit einem Jahr in Giswil

Vor rund einem Jahr hatten Marcel und Trudi Enz-Beeler, die Bewirtschafter des Heimwesens Gehri an der Kleinteilerstrasse, sechs Bisons gekauft – einen Stier und fünf Rinder. Weil es sich um Wildtiere handelt, musste ein grosser Teil der Liegenschaft mit einem hohen Drahtzaun abgesichert werden. Marcel Enz musste zudem eine Ausbildung absolvieren.

In diesem Frühjahr haben vier der fünf Rinder abgekalbt. Der Bestand wurde so schlagartig vergrössert. Die vier Kälber, die vom 10-jährigen Stier abstammen, machen einen munteren Eindruck. Der Betrieb Gehri ist einer von 14 Betrieben in der Schweiz mit Bisonhaltung. Sie sind in der Organisation Swiss Bison Association (SBA) zusammengeschlossen und pflegen regen Kontakt untereinander.

Paul Küchler


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