Obwalden zahlt künftig unbefristet Beiträge ans Historische Museum

KANTONSRAT OW ⋅ Im Kanton Obwalden ist die Finanzierung des Historischen Museums in Sarnen neu geregelt worden. Das Parlament sicherte für den Betrieb des Hauses im alten Zeughaus ab 2017 unbefristet einen jährlichen Beitrag von 95'000 Franken zu.

02. Dezember 2016, 10:22

Der Beitrag wird gemäss dem einstimmigen Beschluss des Kantonsrats vom Freitag periodisch der Teuerung angepasst. Daneben ermächtigte das Parlament den Regierungsrat, mit dem Historischen Verein Obwalden eine neue, unbefristete Leistungsvereinbarung über den Betrieb des Museums abzuschliessen.

Reto Wallimann (FDP), Präsident der vorberatenden Kommission, sagte, das Museum sei eine bedeutende Kulturinstitution im Kanton. Walter Wyrsch (CSP) meinte, das Museum gehöre zum Gedächtnis des Obwaldner Staatswesens.

Bildungs- und Kulturdirektor Franz Enderli (CSP) sagte, es sei nicht selbstverständlich, dass sich ein Verein ehrenamtlich über 140 Jahre lang um ein Museum kümmere. Der künftig unbefristete Beitrag des Kantons sei ein Zeichen an den Verein für Stabilität und Sicherheit.

Grund für die Neuregelung ist die erstmalige Verankerung des seit 1877 bestehenden Museums im neuen Kulturgesetz vom Frühling 2016. Seitdem ist das Parlament für die Bewilligung des Kantonsbeitrags zuständig.

Für den Betrieb des Museums besteht seit Jahren eine Zusammenarbeit zwischen dem Historischen Verein als Betreiber und dem Kanton als Besitzer des Gebäudes. Die jüngste Leistungsvereinbarung von 2015 läuft Ende 2016 aus.

Neu soll der Auftrag für den Museumsbetrieb unbefristet mit einer Kündigungsfrist von einem Jahr gelten. Zudem soll der 2015 von 70'000 auf 95'000 Franken angehobenen Kantonsbeitrag periodisch der Teuerung angepasst werden.

Das Historische Museum Obwalden befasst sich mit Geschichte, Kunst, Kunsthandwerk, Volkskunde und Brauchtum im Kanton. Es zeigt Funde aus einer Römersiedlung bei Alpnach, Staatsinsignien und Münzen, eine Alphütte, Trachten und Möbel, kirchliche Bilder und Statuen sowie Zeugnisse der Volksfrömmigkeit.

Das Haus mit regelmässigen Wechselausstellungen verfügt über zwei Aussenmagazine in Sarnen und Giswil. Das Haus beschäftigt neben der Leiterin und Konservatorin vier Personen in Kleinstpensen. (sda)


Login


 

Leserkommentare

Anzeige: