CSP nominiert Nationalrat Karl Vogler für 2. Amtszeit

WAHLEN ⋅ Der christlichsoziale Nationalrat Karl Vogler aus Obwalden kandidiert für eine zweite Amtszeit. Der 59-Jährige ist am Dienstag von der CSP als Kandidat für die Nationalratswahlen vom 18. Oktober nominiert worden.

21. April 2015, 21:48

Die Kandidatenkür in Kerns erfolgte einstimmig und mit grossem Applaus, wie CSP-Copräsident Christian Schäli am Abend der Nachrichtenagentur sda mitteilte. Zu den Ständeratswahlen tritt die CSP nicht an.

Vogler hatte 2011 den einzigen Obwaldner Nationalratssitz auf Kosten der SVP erobert. Der Rechtsanwalt und Notar aus Lungern mit eigener Praxis in Kerns schloss sich danach in Bern der CVP-Fraktion an. Er gehört den Kommissionen für Rechtsfragen und für Umwelt, Raumplanung und Energie an.

Ein Suizidversuch Voglers rund drei Monate nach seiner Wahl löste Ende Januar 2012 grosse Betroffenheit im Land aus. Hintergrund war laut Angaben Voglers eine starke berufliche Belastung und Kritik an seiner Person durch ein Buch zur Obwaldner Justiz, das reissenden Absatz fand. Darin kritisierte der Autor auch Vogler, den ehemaligen Präsidenten der Rechtspflegekommission des Kantonsrats.

Neben dem Nationalratssitz verfügt Obwalden über ein Sitz im Ständerat. Der amtierende Ständerat Hans Hess (FDP) tritt bei den Wahlen im Herbst nicht mehr an. Er wurde erstmals 1998 ins Stöckli gewählt.

Den freiwerdenden Ständeratssitz will Hess' Parteikollege André Windlin, Gemeindepräsident von Kerns, verteidigen. Über die Nomination des Meisterlandwirts entscheidet der Parteitag der FDP Obwalden offiziell am 30. April. (sda)


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