Stillgelegte Sesselbahn Turren-Schönbüel hat eine Zukunft in Osteuropa

LUNGERN ⋅ Die stillgelegte Sesselbahn im Ausflugsziel Lungern-Schönbüel soll definitiv verkauft und abgebaut werden. Die Teilsame Lungern-Obsee soll den Teilenrat zu entsprechenden Verhandlungen ermächtigen. Es gibt einen Interessenten, der die Bahn in Osteuropa wieder aufbauen möchte.

14. Oktober 2016, 10:51

Der Teilenrat will das Geschäft einer ausserordentlichen Teilengemeinde am 25. Oktober in Lungern unterbreiten. Die Ankündigung wurde am Freitag im Obwaldner Kantonsblatt publiziert.

Demnach ersucht der Teilenrat um die Kompetenz und Vollmacht für Verhandlungen und Verkauf der Sesselbahn Turren-Schönbüel. Diese steht seit 2014 still und verfügt über keine Konzession des Bundes mehr. Die Bahn muss entweder neu gebaut oder abgebrochen werden.

Die Teilsame will die Bahnanlage loswerden, damit sie nicht mit möglichen Abbruchkosten in der geschätzten Höhe von mehreren hunderttausend Franken belastet wird. Ein Abbruch der zwischen 1600 und 2000 Meter über Meer gelegenen Anlage ist aufwändig und macht Helikopterflüge nötig.

Laut dem Präsidenten der Teilsame Lungern-Obsee, Hans Urs Bürgi, gibt es einen Kaufinteressenten. Dieser könnte die Bahn abbauen und möglicherweise in Osteuropa wieder aufstellen, wie Bürgi sagte. Weitere Details nannte er nicht. Bereits im letzten Sommer hatte es einen Interessenten gegeben. Dieser war aber wieder abgesprungen.

Die Sesselbahn sowie die Seilbahn in dem Gebiet wurden 2013 nach einer Kontrolle durch das Bundesamt für Verkehr (BAV) stillgelegt. Die Behörde hatte bei den Bahnen seit Jahren betriebliche und organisatorische Mängel festgestellt. Seit April 2016 fährt die Seilbahn Lungern-Turren wieder, nachdem sie vom Obwaldner Unternehmer Theo Breisacher übernommen und saniert worden war.

(sda)


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