Titlis ist bereit für die Wintersportler

ENGELBERG ⋅ Die Wintersaison steht vor der Tür. Die Titlis-Bahnen präsentieren einige Neuerungen. Ein italienisches Restaurant auf Trübsee und neue Shops werden das Angebot bereichern – und auch eigene Mitarbeiter freuen sich auf neue Arbeitsplätze.

28. September 2016, 05:00

Vorfreude und Stolz: Christian Rohrer, stellvertretender Leiter der Schreinerei der Titlis-Bahnen, strahlt. Mit Mitarbeitern ist er daran, in der alten Gondelbahnstation auf Gerschnialp mit gut 20 Tonnen Holz eine neue Schreinerei zu bauen. «Der Umzug vom bisherigen Standort in einem kleinen Nebengebäude in die neue, etwa fünfmal grössere Schreinerei ist ein Traum. Wir konnten die Planung unserer eigenen Arbeitsplätze selber machen und werden auch neue Ausrüstung und Maschinen erhalten», schwärmt Christian Rohrer. Der Rückbau der Ein- und Ausfahrten der alten Gondelbahn und der Umbau der nicht mehr benötigen Station machten den Traum möglich.

Die Titlis-Bahnen beschäftigen in der eigenen Schreinerei im Winter drei Personen, im Sommer gar sechs. Vieles wird selber gemacht, von Reparaturen, Zimmerrenovationen im Hotel Terrace bis zu den WC-Anlagen in der Talstation. Im Frühjahr geht die neue Schreinerei in Betrieb. Mit dem Umbau wird zugleich auch die Personenführung von der Standseilbahn zur Kabinenbahn nach Trübsee verbessert. Auch auf Trübsee wird der Stationsbereich der alten Gondelbahn zurück- und umgebaut, hier entstehen vor allem Lagerflächen.

Pizza und Pasta ab Mitte Dezember auf Trübsee

Für die Gäste gibt es in der neuen Mittelstation des Titlis Xpress ebenfalls einige Neuerungen. Mitte Dezember eröffnet ein italienisches Restaurant (der Name ist noch offen) mit 80 Innen- und 40 Aussenplätzen auf der geschützten, sonnigen Terrasse. Pasta, Pizza und Wein werden das Angebot dominieren, zubereitet wird vieles als «Front ­Cooking». Gekocht wird also vor den Gästen, die damit wesentliche Teile des Kochvorgangs beobachten können. Das Restaurant liegt in den rustikalen Räumlichkeiten, wo über den Sommer jeweils die indischen Reisegruppen verpflegt werden. «Es wird für die italienische Ambiance aber neu inszeniert. Mit unserem Verwaltungsrat Michel Péclard haben wir dafür einen ausgewiesenen Gastronomiefachmann an Bord», sagt Peter Reinle, Marketingchef der Titlis-Bahnen.

Sportgeschäfte mit speziellem Sortiment

Neu wird zudem im Self-Service-Restaurant auf Trübsee ab dieser Wintersaison in der «Bitzistube» mit 130 Plätzen Picknick erlaubt sein. Und das Spice Bistro in der Talstation wird nun auch im Winter offen sein.

Bereits im November eröffnen in der Mittelstation zwei neue grössere Läden von Titlis Sport und Stöckli sowie ein Infoshop der Titlis-Bahnen. «Ein idealer Platz für Skitests, die bisher auf dem Stand stattgefunden haben. Hier hat es mehr Platz, und man kann mit den Skis fast in die Läden fahren», sagt Peter Reinle. Philipp Felder, Inhaber von Titlis Sport, ist vom Standort Trübsee überzeugt. Um seine anderen beiden Filialen im Dorf und bei der Talstation nicht zu konkurrenzieren, will er aber einen neuen Weg gehen. «Neben drei Schweizer Skimarken, darunter die Unterwaldner Marken AK-Ski und Five Star, bieten wir auch Textilien und Parfüms/Kosmetikartikel an, die es sonst in Engelberg nicht gibt.» Bei den Textilien ist es Felder gelungen, die wohl grösste Auswahl der Marke Red Bull in der Schweiz vertreiben zu können. «Man muss an einem solchen Standort etwas anderes als üblich anbieten können», betont Philipp Felder.

Neue Wasserleitungen für schnellere Beschneiung

Frühester Termin für die Eröffnung der Wintersaison auf dem Gletscher ist am Samstag, 8. Oktober. Ab dann gelten auch die Winterabos. «Ob das möglich ist, wird sich zeigen», meint Peter Reinle mit etwas Skepsis. Sicher aber werden die Titlis-Bahnen die Beschneiung der Piste vom Stand bis Trübsee viel effizienter angehen können: Die Arbeiten an den Wasserleitungen von Trübsee nach Stand sind fast abgeschlossen. In den vergangenen zwei Jahren wurden insgesamt ­ 10 Millionen Franken in die Beschneiungsanlagen investiert.

«Dank der vergrösserten Leitung können wir nun alle Schneekanonen gleichzeitig laufen lassen, damit sind wir nochmals einen Drittel schneller als letztes Jahr», erklärt Peter Reinle. Es sei nämlich wichtig, die Beschneiung wegen der gestiegenen Temperaturen möglichst schnell machen zu können. «Wir wollen so bald wie möglich auch auf dem Stand durchgehend Wintersport anbieten können, um den Andrang auf den Gletscher zu vermindern.» Zudem wird auf dem Stand die Besucherführung zur Rotair verbessert. Wegen Servicearbeiten wird diese übrigens vom 7. bis 18. November nicht fahren.


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