Volleya ist auf der Zielgeraden

VOLLEYBALL ⋅ Die 1.-Liga-Frauen von Volleya Obwalden haben das erste Teilziel zum Wiederaufstieg erreicht. Nach dem Sieg im Halbfinal soll gegen Züri Unterland die finale Kür folgen.
17. März 2017, 07:02

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Ende der letzten Saison herrschte bei Volley Obwalden eine triste Stimmung. Nach sieben erfolgreichen Jahren mussten die Obwaldnerinnen den Gang in die 1. Liga antreten. Mit dem neu engagierten Trainer Nik Buser, der letzte Saison das NLA-Männer­team von Schönenwerd betreute, kehrte auch der Erfolg und vor allem die Spielfreude bei den Spielerinnen zurück.

Der verdiente Lohn: Die Vol­leya sicherte sich auf der ersten Etappe zum sofortigen Wiederaufstieg überlegen den Gruppensieg in der Gruppe C der 1. Liga. Auch das zweite Teilstück, die Halbfinal-Poule gegen Pallavolo Kreuzlingen, konnten die ambitionierten Volleya-Frauen erfolgreich zurücklegen. 3:2 gewann man zu Hause, 2:3 ging das Rückspiel verloren. «Die beiden Spiele waren ein Krampf», resümiert Nik Buser. «Beim 3:2-Sieg zu Hause im Hinspiel erwischte mein Team einen schwachen Tag. Doch es zeugt vom tollen Charakter meiner Frauen, dass sie den Weg gleichwohl gefunden haben und den Sieg einfahren könnten.» Im Retourspiel war der Volleya Obwalden die Finalqualifikation nach dem 2:2-Satzausgleich nicht mehr zu nehmen.

Im Kampf um den direkten NLB-Aufstieg bekommt es die Volleya Obwalden mit dem Team von Züri Unterland zu tun. Nach dem souveränen Gruppensieg (Gruppe D) qualifizierten sich die Zürcherinnen nach einer 2:3-Heimniederlage und einem 3:1-Auswärtssieg gegen Riehen für diese brisante Ausmarchung.

Züri Unterland – ein hochkarätiger Gegner

«Sie spielen stark. Wir aber auch», äusserte sich der Volleya-Trainer über die Spielstärken der beiden Teams pointiert. Der mit viel Akribie arbeitende Volleyballtrainer hat denn auch nichts unterlassen, um seinem Team die bestmöglichen Voraussetzungen für die beiden Finalspiele zu schaffen. So beobachtete er den finalen Gegner bei der 2:3-Niederlage gegen Riehen persönlich, und er schnitt aus einem Videofilm des Rückspiels relevante Szenen zusammen. Mit der Forderung, dass sich seine Schützlinge zu Hause mit dem abgegebenen Filmmaterial befassen und sich so auf diese zwei wichtigen Spiele einstimmen sollen.

Sein Credo: «Meine Spielerinnen sollen wissen, was im Ernstkampf auf sie zukommt. Wenn sie die Art und Weise der gegnerischen Spielweise kennen, dann können sie auch besser darauf reagieren.» Eine sicher nicht alltägliche Spielvorbereitung auf 1.-Liga-Niveau. Nik Buser erklärt: «Ich weiss, ein derartiger Aufwand ist bei anderen Teams nicht an der Tagesordnung. Doch als vollamtlicher Trainer habe ich dazu auch die nötige Zeit und den Anspruch, meinem Team die bestmöglichen Voraussetzungen zu bieten. Denn meine aufgestellten Frauen haben dieses Engagement verdient.»

«Den Fokus auf unser Spiel legen»

Jetzt müssen die Sarner Volleyballfrauen, alle Spielerinnen sind für das morgige Spiel fit, das sich angeeignete Wissen im Ersten der beiden Finalspiele gegen Züri Unterland (Samstag, 17 Uhr, Vereinshalle, Sarnen) nur noch auf dem Parkett umsetzen. «Meine Spielerinnen wissen, was sie können. In erster Linie wollen wir aber in diesem Match den Fokus auf unser Spiel und nicht auf dasjenige der Gegnerinnen legen», versprüht Nik Buser grosse Selbstsicherheit. Und diese soll sich in den beiden Spielen gegen Züri Unterland denn auch positiv auf sein Team übertragen und den angepeilten Aufstieg in die NLB eintragen.


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