Abtreibungsgegner dürfen Marsch in Sachseln nachholen

RELIGION ⋅ Die Organisatoren des "Marsch fürs Läbe" können ihren Gebetsmarsch in Flüeli Ranft doch noch abhalten. Nach einer im vergangenen September verweigerten Bewilligung haben die Gemeinden Kerns und Sachseln dem Anlass nun den Segen erteilt.
10. Februar 2018, 13:56

Der Marsch unter dem Motto "Bäte fürs Läbe" werde am Samstag, 26. Mai nachgeholt, heisst es auf der Webseite der Veranstalter. Ziel des Anlasses sei es, "das uneingeschränkte Lebensrecht der Ungeborenen in der Schweiz zurückzuerobern", schreiben die Organisatoren, die Schwangerschaftsabbrüche und Sterbehilfe ablehnen.

Die Gemeindebehörde in Sachseln bestätigten am Samstag auf Anfrage die Bewilligung. Man habe diese in Absprache mit der Kantonspolizei erteilt für einen kleineren Anlass im ruhigen Stil mit rund 300 Personen.

Einen für den Bettag am 17. September 2017 geplanten Marsch hatten die Gemeinden abgelehnt. Sie beriefen sich auf das Ruhetaggesetz und argumentierten, dass anlässlich des Jubiläumsjahrs von Bruder Klaus bereits mit einem grossen Aufmarsch zu rechnen sei. Der Obwaldner Regierungsrat hatte ihren Entscheid gestützt.

Nicht der einzige Anlass

Die Gemeinden hatten bereits damals eine Bewilligung für einen anderen Tag in Aussicht gestellt. Hintergrund für die Bewilligung sei auch, dass es sich nun nicht um den einzigen Anlass der Gruppierung in der Schweiz handle, sagte Florian Spichtig, Vizegemeindepräsident von Sachseln. Auch falle der Termin nicht auf einen Feiertag. Ein Teil des Anlasses findet zudem im Mehrzweckgebäude Flüematte statt.

Der 9. "Marsch fürs Läbe" ist für den 15. September in Bern vorgesehen. Zu früheren Kundgebungen der Bewegung in Bern und in Zürich marschierten oft über tausend Personen aus christlichen und rechtskonservativen Kreisen auf. Die Polizei war jeweils mit einem Grossaufgebot präsent. Es kam zu Gegenkundgebungen und Störaktionen. (sda)


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