Standing Ovations für Jodlergruppe Titlis

ENGELBERG ⋅ Die Jodlergruppe Titlis erntete an ihrem Konzert zum Jahresausklang Standing Ovations. Die Klosterkirche war auch diesmal bis auf den letzten Platz gefüllt.
03. Januar 2018, 07:44

Beat Christen

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Die Jodlergruppe Titlis hat sich in den vergangenen Jahren die Höhe der Hürde bei der Organisation des allzweijährlichen Konzerts zum Jahresausklang selber gesetzt. Dass die Messlatte seit dem jüngsten Konzert in der Engelberger Klosterkirche wieder ein Stück höher liegt, ist bemerkenswert. Bereits die Auswahl der Gastformationen liess darauf hoffen, dass die Besucher der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche in den Genuss eines auch aus musikalischer Sicht hochstehenden Konzerts kommen würden. Die Erwartungen wurden, wie schon in den Vorjahren, übertroffen. Dies freute auch die Präsidentin der Jodlergruppe Titlis, Cornelia Hess-Bünter: «Dass wir auch in diesem Jahr den Nerv der Zuhörer getroffen haben, ist keine Selbstverständlichkeit.»

Gleich zu Beginn stimmte der Engelberger Stiftsorganist Alessandro Valoriani an der grössten Kirchenorgel der Schweiz zusammen mit Jens Ulrich an der Tuba mit dem Adagio und Allegro aus dem ersten und zweiten Satz der Sonate in C-Dur von Benedetto Marcello die Besucher auf das ein, was sie noch erwarten sollte – ein Abend voller Überraschungen. Sowohl an der grossen Kirchenorgel wie auch an der kleineren Chororgel kam zu Tage, dass hier ein Meister seines Fachs am Werk war. Eine der Überraschungen waren die als Engelberger Bläserquartett angekündigten Musikschullehrer Jens Ulrich (Tuba), Guido Weber (Trompete), Christian Plaschy (Posaune) und Marcel Krummenacher (Trompete). Ein Quartett, das sein musikalisches Potenzial bei jedem Vortrag aufblitzen liess. Und so bleibt zu hoffen, dass sich die vier Herren gegenüber weiteren Auftritten nicht abgeneigt zeigen werden.

Dass die Jodlergruppe Titlis mit Reto Bugmann und Dominique Allemann ein in der Zwischenzeit national bekanntes Duo einlud, hatte einen ganz speziellen Grund. Schon einmal begeisterten das Duo und die Jodlergruppe im KKL Luzern. Am eigenen Konzert in Engelberg wiederholte sich diese Begeisterung. Die von Emil Wallimann ­eigens für diese beiden Forma­tionen arrangierten Lieder «Ein Freund, ein guter Freund» sowie «Am Himmel staht es Stärnli» haben mit der gelungenen ­Mischung aus altem Schlager und Jodelgesang durchaus Hit-Potenzial.

Formation wächst dank Nachwuchsförderung

Und da war ja noch die organisierende Jodlergruppe Titlis, die auch bei diesem Konzert zur Bestform auflief. Dabei überraschte sie das Publikum mit einer Verstärkung. Nachdem Ueli Mathis bereits seit knapp einem Jahr die Gruppe mit seiner Stimme ergänzt hat, erlebte Raphaela Hess ihre Konzertpremiere. Sie singt wie Ueli Mathis im ersten Tenor. Mit der Präsentation dieser beiden jungen Mitglieder legten die Gastgeber gleichzeitig ein Bekenntnis zur Nachwuchsförderung ab. Dadurch ist die von Franz von Holzen geleitete Formation auf neun Mitglieder angewachsen.

Dass ihre Stärke nicht nur beim Naturjuiz liegt, haben die drei Frauen und sechs Männer einmal mehr bewiesen, und die Standig Ovations am Ende waren der verdiente Lohn für ein in jeder Beziehung gelungenes Konzert.


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