Der Bestand ist um 327 Laufmeter gewachsen

16. Mai 2017, 19:47

Archiv Im vergangenen Jahr erhielt das Staatsarchiv neues Material im Umfang von 327 Laufmetern. (Ein Laufmeter entspricht einem Regal von einem Meter Länge und 30 Zentimetern Höhe.) Grössere amtliche Ablieferungen stammten vom Amt für Wald und Landschaft, dem Sozialamt, der Grundstückschätzung und der Staatskanzlei. Der ehemalige Kantonsoberförster Peter Lienert hat vergangenes Jahr im Zuge seiner Pensionierung etwa 30000 Dias abgeliefert, von denen viele noch von seinem Vater Leo Lienert stammen. Etwa 9000 davon wurden als archivwürdig taxiert.

Gewachsen ist das Staatsarchiv auch dank Dokumenten privater Herkunft. «Ein Highlight ist das Stiftsarchiv des Sarner Benediktinerkollegiums. Das ist ein wahrer Schatz», schwärmt Alex Baumgartner. Die vielen Handschriften, Nachlässe, Pläne und Fotografien seien eine wesentliche Grundlage für die Erforschung der Obwaldner Bildungs- und Kulturgeschichte.

Grosse Freude hat Staatsarchivar Baumgartner auch an einem Geschenk des ehemaligen Fotohauses Abächerli in Sarnen. «Da hat es ganz tolle Sachen dabei.» Carl Abächerli (1893–1986) habe als Pionier des Obwaldner Foto- und Filmwesens «ein breites visuelles Erbe hinterlassen, das seine Nachkommen dem Staatsarchiv geschenkt haben», schreibt die Regierung dazu.

Wer sich für alte Fotos und weitere historische Dokumente aus Obwalden interessiert, sollte sich den Samstag, 10. Juni, vormerken. Im Rahmen des Schweizer Archivtags wird das Obwaldner Staatsarchiv ins Rathaus einladen und der Bevölkerung einen Teil der Schätze präsentieren. (ve)


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