Die alte Kaplanei wird renoviert

ALPNACH ⋅ Die Kirchgemeindeversammlung bewilligte 480000 Franken für die Renovation eines unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. Die alte Kaplanei stammt aus dem 18. Jahrhundert.
17. Mai 2017, 08:15

Rund 70 Stimmberechtigte der Kirchgemeinde Alpnach genehmigten ohne Wortmeldungen sämtliche Geschäfte. Kirchgemeinderätin Agnieszka Krasnopolska und Bauleiter Noldi Barmettler orientierten über den Kreditantrag für die Renovation der Kaplanei, die im Jahr 1757/58 in Alpnach gebaut wurde. «Bei der Kaplanei handelt es sich um ein gut erhaltenes, charakteristisches Tätschdachhaus in Blockbauweise. Dem Gebäude kommt ein hoher ortsbildlicher Stellenwert zu. Es steht seit 31. Januar 2000 unter Denkmalschutz», sagte die Kirchgemeinderätin. In den letzten 35 Jahren sind keine nennenswerten Renovationen ausgeführt worden.

Die Konstruktion ist in einem guten Zustand, die Haustechnik jedoch am Ende ihrer Lebensdauer. Dämmungen sind grösstenteils nicht oder nur mangelhaft vorhanden. «Werden nur kosmetische Umbauarbeiten vorgenommen, bleiben die energetischen und haustechnischen Schwachpunkte erhalten», sagte Kirchgemeinderätin Krasnopolska. Die Arbeiten erfolgen in Absprache und Koordination mit der kantonalen Denkmalpflege.

Laut Bauleiter Noldi Barmettler ist der Baubeginn für die Sanierung zurzeit noch offen. Er rechnet mit einer eigentlichen Bauzeit von rund einem halben Jahr. Nach erfolgter Renovation soll die ehemalige Kaplanei wieder vermietet werden.

Von Finanzchef Franz Waldis­pühl war zu vernehmen, dass die Jahresrechnung 2016 mit einem Ertragsüberschuss von 35 398 Franken abschliesst. Dem Gesamtertrag von 1,77 Millionen stehen Aufwendungen von 1,73 Millionen Franken gegenüber. Statt budgetierten 145000 sind nur 130000 Franken abgeschrieben worden. Im Posten Finanzen und Steuern wurden 1,65 Millionen Franken eingenommen, das sind 4715 Franken mehr als budgetiert. Die Rechnung 2016 wurde einstimmig genehmigt.

Kirchgemeindepräsident Daniel Albert zeigte sich erfreut, dass der Kirchgemeinderat sechs Personen zur Wahl für den Pfarreirat vorschlagen kann. Für den Rest der Amtsdauer bis 2020 wurden gewählt: Monika Britschgi, Prisca Durrer, Stefan Flury, Samuel Lüthold, Angela Schröter und Brigitte Sidler. Der ehemalige Finanzchef Simon Frey wurde neu in die Rechnungsprüfungskommission gewählt.

 

Markus Villiger

redaktion@obwaldnerzeitung.ch


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