«Es ist einfach alles cool hier»

KERNS ⋅ Am nationalen Jungwacht-Blauring-Tag, der an über 300 Standorten in der Schweiz stattfand, erhielten Kinder und Erwachsene einen Einblick in die Angebote.
11. September 2017, 07:26

«Dieser Tag soll der Öffentlichkeitsarbeit dienen. Wir zeigen, was die Jungwacht Blauring (Jubla) überhaupt ist, für was wir stehen und was wir machen», erklärt Tobias Schönbächler, Scharleiter der Jubla Kerns. «Bei uns dürfen Kinder noch Kinder sein und manchmal auch Dinge tun, die daheim vielleicht tabu sind.»

Ob Singen am Lagerfeuer, Tänze, Spiele, Basteln oder Schlangenbrot backen – die Jubla bietet Kindern und Jugendlichen ab der 2. Klasse die Gelegenheit, mit anderen Buben und Mädchen ihre Freizeit sinnvoll zu verbringen. In die Natur eintauchen, eigene Fähigkeiten entwickeln, Aktivitäten mitgestalten und vor allem Freundschaften knüpfen. So wie die elfjährige Lorena aus Kerns, die ohne die Jubla ihre beste Freundin Louisa gar nicht kennen gelernt hätte. «Ich bin bereits seit der 2. Klasse in der Jubla, und wir lernen so viel», erzählt das Mädchen. «Vor allem gibt es immer so coole Spiele.»

Einer der grössten Jugendvereine im Dorf

Der zehnjährigen Mia gefallen nicht nur die Spiele, sondern vor allem auch das Zusammensein mit anderen Kindern. Im Sommer war sie das erste Mal dabei im grossen Lager und schwärmt noch heute davon. «Wir lernen immer wieder etwas Neues. Ich kann jetzt Knoten knüpfen und Tierspuren lesen.» Auch die Eltern sind begeistert über das Angebot der Jungwacht Blauring in Kerns, mit rund 130 Kindern und Jugendlichen einer der grössten Jugendvereine im Dorf. «Mein Sohn ist bereits seit drei Jahren dabei, und er hat so geschwärmt, dass jetzt ab den Herbstferien auch seine kleine Schwester mitmacht», sagt Heidi Ettlin. Sie selber findet es vor allem gut, dass die Kinder viel Bewegung haben und sich in der Natur aufhalten. «Als mein Sohn jetzt im Sommerlager war, hat er später in einem Schulaufsatz geschrieben, dass er wegen uns gerne wieder heimgekommen sei, aber er uns in der Zeit gar nicht vermisst hätte.» Heidi Ettlin schmunzelt und betont, dass halt alles sehr gut organisiert und die Kinder immer beschäftigt waren.

«Wir haben viele Familien, von denen alle Kinder bei uns mitmachen», so Jonas Schönbächler. «Und der heutige Tag soll den Eltern die Gelegenheit bieten, mit uns Leitern in Kontakt zu kommen.» Wie viel Spass es den aktiven und den zukünftigen Jubla-Kindern macht, zeigt sich am Tag der offenen Tür. Trotz des Dauerregens liessen sie sich nicht entmutigen, sondern halfen fleissig mit, Zelte aufzustellen. In deren Schutz gesungen und gebastelt wurde. Und beim Schlangenbrotbacken wärmte das prasselnde Feuer die kalten Finger. Die Aussage der kleinen Zoe, die sich eine Blume auf die Wange malen liess, bringt es auf den Punkt: «Es ist einfach cool hier.»

Birgit Scheidegger

redaktion@obwaldnerzeitung.ch


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