Finanzausgleich beschert ein Plus

LUNGERN ⋅ Mit einem Ertragsüberschuss von rund 761 000 Franken schliesst die Gemeinderechnung ab. Das gute Ergebnis kommt vor allem dank höherer Beiträge aus dem kantonalen Finanzausgleich zu Stande.
16. Mai 2017, 06:57

Robert Hess

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Budgetiert war für 2016 ein kleiner Aufwandüberschuss von 20660 Franken. Erfreulicherwei­se hat sich das Blatt während des Rechnungsjahres von einer roten Null zu einem sehr positiven Ergebnis gewendet. Bei einem Gesamtertrag von 10,6 Millionen Franken ergibt sich nämlich ein Ertragsüberschuss von rund 761000 Franken, wie Finanzchef Franco Castelanelli und Finanzverwalterin Eva Amstalden berichten. Bei diesem Ertragsüberschuss ist eine vorher getätigte Einlage von 200000 Franken in die finanzpolitische Reserve bereits eingerechnet. Die ordent­lichen Abschreibungen betragen rund 718000 Franken auf ­Verwaltungsvermögen sowie 124000 Franken auf Investitionsbeiträgen.

Nur einmalige Mehreinnahmen

Das Gesamtergebnis ist damit um 781000 Franken besser als budgetiert ausgefallen. Als Gründe für den grossen Ertragsüberschuss werden im Bericht zur Rechnung Mehreinnahmen aus dem kantonalen Finanzausgleich (2 Millionen Franken statt den budgetierten 1,4 Millionen), höhere Gewinnanteile sowie Rückerstattungen im Bereich der wirtschaftlichen Sozialhilfe angeführt. Gleichzeitig aber wird der Mahnfinger gehoben: «Es ist zu beachten, dass diese Mehreinnahmen einmaliger Natur sind und für die kommenden Jahre wieder mit tieferen Erträgen gerechnet werden muss», heisst es im Bericht. So hat sich auch für Lungern ein ausserordentlicher Steuerfall in der Gemeinde Sarnen über den Finanzausgleich sehr positiv ausgewirkt.

Im Rahmen des Budgets bewegte sich der Aufwand über alle Departemente – insgesamt 9,8 Millionen Franken.

Trotz Steuererhöhung fiel der Ertrag der Einkommens- und Vermögenssteuern bei den natürlichen Personen um rund 128000 Franken geringer als budgetiert aus. Die im November 2015 beschlossene Steuererhöhung von 0,25 Einheiten (von 5 auf 5,25 Einheiten) brachte in der Rechnung 2016 immerhin eine Steigerung von 0,74 Prozent. Übertroffen haben dagegen die Gewinnsteuern der juristischen Personen das Budget. Sie fielen um gut 17 Prozent höher aus als im Rechnungsjahr 2015.

Ein hoher Selbstfinanzierungsgrad

Die Investitionsrechnung schliesst mit Bruttoinvestitionen von 188750 Franken ab. Netto wurden rund 138000 Franken investiert. Budgetiert waren Nettoinvestitionen von 310000 Franken. Die Nettoschuld pro Kopf der Bevölkerung ist von 2089 Franken (2015) auf 1120 Franken gesunken, was als geringe bis mittlere Verschuldung gilt. Der Selbstfinanzierungsgrad ist mit 1456 Prozent hoch. Und zwar wegen der tiefen Nettoinvestitionen und des guten Rechnungsabschlusses.

 

Hinweis

Gemeindeversammlung Lungern: Donnerstag, 18. Mai, 20 Uhr, Turnhalle Kamp. Geschäfte sind die Genehmigung der Rechnung 2016 sowie Orientierungen.


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