Unterwaldner Feuerwehren sind für den Ernstfall gewappnet

GISWIL ⋅ Die Unterwaldner Feuerwehren schickten 65 Feuerwehrleute eine Woche lang in den Gruppenführerkurs. Der Kurskommandant zieht ein positives Fazit.
14. April 2018, 09:03

Edi Ettlin

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Sie stellen Leitern, retten Leute, legen Schlauchleitungen und belüften Häuser. Doch für die angehenden Gruppenführer ist es mehr als nur eine Repetition des Feuerwehrhandwerks, das sie bereits aus dem Dienst in ihren Feuerwehrkorps kennen. Am Kurs diese Woche in Giswil, der vom Feuerwehrinspektorat Ob- und Nidwalden im Zweijahresrhythmus durchgeführt wird, lernten sie die grösseren Zusammenhänge kennen. Diese Sicht aufs Ganze wird künftig ihr Fokus sein, wenn das Alarmtelefon läutet oder der Pager piept. Denn als Gruppenführer werden die 64 Männer und eine Frau künftig als Unteroffiziere die Entschlüsse des Einsatzleiters mit ihren Mannschaften umsetzen.

Im Übungsdienst sind sie zudem für die Ausbildung ihrer Kameraden mitverantwortlich. Deshalb machten sich die Kursteilnehmer mit einer weiteren neuen Aufgabe vertraut: Vor ihren Kameraden hielten sie Kurzlektionen über verschiedene Themen. Anlässlich des Besuchstags gestern Freitag konnten sich die Nidwaldner Regierungsrätin Karin Kayser und der Obwaldner Regierungsrat Christoph Amstad sowie zahlreiche Vertreter von Behörden und Feuerwehren ein Bild machen, wie sich die Kaderleute in ihrer neuen Funktion verhalten.

«Ich habe motivierte und aktive Teilnehmer erlebt»

«Nebst den Fachkenntnissen muss ein Gruppenführer Selbstsicherheit besitzen und auf Leute eingehen können», nennt Kurskommandant Bruno Halter die Voraussetzungen für die Kursteilnehmer. Er zeigt sich sehr zufrieden. «Ich habe motivierte, aktive Teilnehmer und top vorbereitete Klassenlehrer erlebt.» Feuerwehrinspektor Toni Käslin unterstreicht, wie wichtig in der Ausbildung der Bezug zur Realität ist: «Es braucht Instruktoren, die über Einsatzerfahrung verfügen und dies in die Ausbildung einfliessen lassen.» In einem Kurs, in dem die praktische Arbeit mit Gerätschaften im Vordergrund steht, ist auch eine ausgeklügelte Materiallogistik notwendig. Schliesslich mussten rund 200 Lektionen auf 32 Arbeitsplätzen um das Schulhaus sowie im Dorf reibungslos funktionieren.

Den Abschluss bildeten gestern mehrere Einsatzübungen, welche die neuen Gruppenführer nach einer intensiven Woche nochmals auf die Probe stellten.


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