Gäste schätzen Atmosphäre des Hotels Bellevue-Terminus

ENGELBERG ⋅ Urbaner Lifestyle mitten in der Alpenkulisse: Am Wochenende wird der Umbau des Nordflügels des Hotels Bellevue-Terminus abgeschlossen.
08. November 2017, 08:25

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@obwaldnerzeitung.ch

 

Sie sei «absolut froh», dass der Umbau am kommenden Wochenende vorbei sei, sagt Sina Filliger. Nur die ersten sechs Wochen während des sehr lärm­intensiven Abbruchs und der Armierungsarbeiten hätten sie das Hotel geschlossen. «Nachher konnten wir Hotelbetrieb und Umbau sauber trennen, aber man kann sich doch vorstellen, dass es mit durchschnittlich 50 Handwerkern auf der Baustelle nicht immer einfach war.» Jetzt müssen nur noch einige Detailarbeiten abgeschlossen werden – der Umbau des Nordflügels im Hotel Bellevue-Terminus ist praktisch fertig. Seit April sind 31 neue Hotelzimmer, ein neues Treppenhaus und öffentliche WC-Anlagen sowie interne Arbeitsplätze entstanden. Rund 4,5 Millionen Franken hat Besitzer Roger Filliger investiert. Man habe sowohl zeitlich wie finanziell die Vorgaben bestens eingehalten, erzählt Sina Filliger bei einem Rundgang durch den neuen Flügel. Eine unerfreuliche Überraschung sei allerdings die Auflage einer erdbebensicheren Bauweise gewesen. Filligers mussten im ganzen Gebäude fünf Betonwände vom Erd- bis zum Dachgeschoss erstellen – bis 25 Meter tief im Boden verankert. Rund eine halbe Million habe das verschlungen, man habe deshalb einige geplante Dinge auf später verschoben.

Sina Filliger weiss, was die Gäste wünschen

Mit dem Ergebnis des Umbaus ist Sina Filliger sehr zufrieden. «Es entspricht absolut unseren Vorstellungen.» Im Hotel treffen heute roher Stahl, Sichtbeton und Elemente der Belle Époque aufeinander. «Das Haus hat einen offensichtlichen Belle-Époque-Ursprung. Es wäre nicht für Alpenchic oder Knödelarchitektur mit Arvenholzstübli geeignet», ist Sina Filliger überzeugt. Die neue Ausstattung wurde eigens für das «Bellevue-Terminus» angefertigt. Elemente der Belle Époque wurden neu interpretiert und Teil des Konzepts. Farben, Stoffe, Material und Gestaltung seien sorgfältig gewählt und aufeinander abgestimmt worden, sagt Sina Filliger, die die Innenarchitektur mit viel Selbstvertrauen selber plante. «Wer weiss besser, was die Gäste wollen, als der Hotelier, der täglich mit ihnen arbeitet?» Sie hätten zudem auch viel aus dem Umbau des Südflügels im Jahr 2011 gelernt. Als Beispiel erwähnt sie die offenen Bäder, die man dort eingebaut habe. «Obwohl mir das persönlich besser gefällt, ist es bei den Gästen nicht nur gut angekommen. Deshalb haben die Zimmer im Nordflügel geschlossene Badezimmer.»

Wo nötig habe sie sich Informationen eingeholt – unter anderem zu Matratzen. «Ich habe eine 500-seitige Studie des renommierten Fraunhofer Forschungsinstituts studiert. Es gibt Spannenderes zum Lesen, aber es hat sich gelohnt.» Das habe der 14-tägige «Selbstversuch» deutlich gezeigt.

Seit zehn Tagen logieren nach einem «Soft Opening» bereits Gäste im neuen Nordflügel. Die Rückmeldungen seien sehr gut, die Gäste fühlten sich wohl, freut sich Sina Filliger.

Hinweis

Tag der offenen Hoteltüren: Sonntag, 12. November, 15–19 Uhr, Hotel Bellevue-Terminus, Engelberg.


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