Geld für Gewitterschäden

GISWIL ⋅ Für die Behebung der teils massiven Unwetterschäden in der Laui und im Steinibach nach dem Gewitter Ende Mai hat der Gemeinderat einen Nachtragskredit von maximal 150'000 Franken gesprochen.
17. Juli 2017, 05:00

Am Abend des 31. Mai ist ein Gewitter mit Starkniederschlägen von Giswil über Sarnen nach Alpnach gezogen. In Giswil und Sarnen haben sich die intensiven Niederschläge in den Einzugsgebieten der grösseren Bäche entladen.

Dies habe insbesondere in der Mettenlaui und in der Folge auch im Hauptlauf der Laui sowie im Steinibach (Giswil/Sarnen) zu hohen Abflüssen geführt, schreibt der Giswiler Gemeinderat in einer Medienmitteilung. Dadurch seien erhebliche Schäden an Schutzbauwerken, Brücken und Furten entstanden.

In einigen Bereichen sind Sofortmassnahmen bereits unmittelbar nach dem Ereignis ausgeführt worden, so unter anderem in einem Abschnitt der Mettenlaui, wo diese nach einem Ausbruch im Verlauf des Ereignisses nun dank der Wiederherstellung des Abflussprofils wieder im Bachbett fliesst. Weitere Massnahmen sind jedoch notwendig, denn durch das Gewitterereignis sind teils massive Schäden entstanden, wie der Gemeinderat auflistet:

 

  • Mehrere Brücken und Furten wurden durch Tiefenerosion oder unterspülte Brückenwiderlager beschädigt. Diese Brücken und Furten sind in ihrer Stabilität gefährdet.
  • In der Laui wurde ein Seitenleitwerk unterspült, welches die Basis für den Hochwasserschutz-damm Zimmerplatz bildet.
  • Bei mehreren Betonsperren in der Mettenlaui und im Steinibach sind Teile der Steinabdeckungen der Sperren weggerissen worden, sodass die Sperren nun stark der Erosion durch Geschiebe ausgesetzt sind. An der Laui und am Steinibach sind zudem mehrere Seitenleitwerke zwischen den Sperren unterspült und stellenweise Blöcke herausgerissen worden.
  • Am Steinibach ist ein Wasserbauunterhaltsweg wegen Seitenerosion akut absturzgefährdet.
  • Durch die starke Umlagerung von Material ist es zudem stellenweise notwendig, das Abflussprofil wiederherzustellen.

 

Diverse Massnahmen werden durch die zuständigen Gemeinden in eigener Regie ausgeführt – oder sind bereits ausgeführt worden – und erhalten keine Subventionen vom Kanton und vom Bund. Die Gesamtkosten für die Sofortmassnahmen werden auf 1281000 Franken veranschlagt. Bund und Kanton leisten Beiträge von je 448'350 Franken (je 35 Prozent). Die Restkosten von 384'300 Franken haben die Gemeinden Giswil und Sarnen selber zu tragen. Dabei stehen die genauen Beträge noch nicht fest. Der Gemeinderat hat einen Nachtragskredit für die Sofortmassnahmen von höchstens 150'000 Franken bewilligt. (red)


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