Gemeinde Kerns schliesst mit hohem Gewinn ab

JAHRESRECHNUNG ⋅ Kerns hat zu pessimistisch budgetiert und schreibt schwarze Zahlen. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 3,4 Millionen Franken ab. Die Steuern sollen dennoch nicht gesenkt werden.
11. April 2018, 11:08

Die Erfolgsrechnung 2017 schliesst laut Mitteilung der Gemeindekanzlei Kerns mit einem Ertragsüberschuss von 3'466'896.92 Franken ab. Dies entspricht gegenüber dem Budget 2017 einem verbesserten Ergebnis von 2'678'391.92 Franken.

Der Einwohnergemeinderat beantragt, zusätzliche Abschreibungen von 2'240'000 Franken vorzunehmen und einen Gewinn von 1'226'896.92 Franken auszuweisen.

Die Vorsteherin des Departements Finanzen & Controlling, Monika Ettlin-Kellenberger (parteilos), ist erfreut über das gute Ergebnis: «Der Rechnungsabschluss 2017 wirkt sich positiv auf den Finanzplan aus und gibt dem Einwohnergemeinderat einen grösseren Spielraum für die anstehenden grossen Investitionen in den Bereichen Schulräumlichkeiten, Wasserbau und Strassensanierungen.»

Höhere Steuereinnahmen

Zum Ertragsüberschuss beigetragen hätten höhere Steuereinnahmen (+ 944'905.70 Franken), ein höherer Beitrag aus dem innerkantonalen Finanz- und Lastenausgleich (+ 877'521.36 Franken) sowie eine Aufwertung des Finanzvermögens um 441'147.60 Franken geführt. Bei den Steuereinnahmen schenkten die Einkommenssteuern mehr ein. Auch nahm Kerns 2017 rund 40 Prozent mehr Geld bei den Kapital- und Gewinnsteuern der Unternehmen ein als budgetiert.

Die Ungewissheit über die Auswirkungen aus der Finanzstrategie 2027+ des Kantons Obwalden werde die Gemeinde Kerns auch im kommenden Budgetprozess begleiten, warnt Ettlin-Kellenberger. Je nach Ausgang der im September 2018 geplanten Volksabstimmung seien grössere Kostenverschiebungen zu Lasten der Gemeinden möglich, so die Gemeinderätin. 

pd/mbe


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