Genehmigter Richtplan freut die Obwaldner Wanderer

GISWIL ⋅ Mit einer neuen Kassierin startet der Verein Obwaldner Wanderwege ins neue Jahr. Freude äusserte Präsident Otti Küng über die Genehmigung des kantonalen Richtplans, der aber viel Arbeit mache.
17. April 2018, 07:54

Wie kommt man als Mitglied an die Generalversammlung zum Verein Obwaldner Wanderwege? Man wandert. Dieses Jahr nach Giswil. Und weil das die Mitglieder gerne tun, war am vergangenen Samstag fast jeder Platz im Saal des Landgasthofs Grossteil besetzt. Die Stimmung war gut und das lag nicht nur am schönen Frühlingstag. Viel Positives wussten der neue Präsident Otti Küng, der neue technische Leiter Geri Britschgi und der Chef Wanderleitung Peter Rohrer zu berichten.

So hat der Verein im vergangenen Jahr die Tausender-Grenze überschritten: «1109 Wanderer haben 10737 Kilometer auf den Obwaldner Wanderwegen an 48 Wanderungen mit Schneeschuhwanderungen absolviert», erklärte Rohrer. Umgerechnet auf eine Person wäre diese allein 18 Monate unterwegs und würde vermutlich die Sohlen von sieben Wanderschuhen durchlaufen. An der Wanderung ins Brunnital Uri hatten rund 50 Personen teilgenommen. Insgesamt hat der Verein fast 700 Mitglieder, 30 mehr als im Vorjahr.

«Wir sind zufrieden, wie wir vorwärtskommen»

Seine «Riesenfreude» über die Genehmigung des kantonalen Richtplans für das Wanderwegnetz durch den Obwaldner Kantonsrat äusserte Präsident Otti Küng in seinem Jahresbericht. Dahinter stecke jedoch auch eine «Riesenarbeit» seines Vorgängers Urs Wallimann, Geri Britschgi und Roland Burch aus dem Vorstand mit vielen Gemeinden. «Wir sind zufrieden, wie wir vorwärtskommen», sagte Küng.

Der technische Leiter Roland Burch kommentierte die Genehmigung des Richtplans mit: «Was lange währt, wird endlich gut.» Er freue sich, dass er in Geri Britschgi einen guten Nachfolger habe, der sich bereits sehr gut in sein Amt eingearbeitet habe. Ab dieser GV sei dieser nun auf sich gestellt. Britschgi berichtete von seiner Arbeit in der technischen Kommission. Bei der Umsetzung des Richtplans gehe es nun unter anderem darum, Routen zu klären, Wegkategorien planmässig zu erfassen und bei der Beschilderung Zeitangaben anzupassen. Wie schnell die Signalisation umgesetzt werde, sei auch eine Frage der Gemeinden. Die technische Kommission hofft auf einen Zeitrahmen von drei bis fünf Jahren.

In Abwesenheit der scheidenden Kassierin Christa Schmitter stellte Gregor Jakober die Jahresrechnung für 2017 vor. Diese schloss mit einem Plus von rund 7800 Franken bei einem Aufwand von knapp 74000 Franken und einem Ertrag von rund 82000 Franken. Der Unterstützungsbeitrag der Schweizer Wanderwege hatte etwa 34000 Franken in die Kasse gespült. Diese dürfen jedoch nicht für die Wanderwegeinfrastruktur genutzt werden. Sie kommen dem Marketing, der Schulung der Wanderleiter und der Arbeit der Wanderwegmitarbeiter zugute.

Christa Schmitter, die seit 2012 im Vorstand arbeitete, habe ihr Amt als Kassierin versiert und zuverlässig versehen, hob Gregor Jakober hervor. An ihrer Stelle wählten die Mitglieder an der GV Luzia von Moos aus Kerns einstimmig. Diese ist kaufmännische Angestellte bei der Korporation Kerns.

Auch im laufenden Jahr werde die Umsetzung des Richtplans das Budget belasten, erklärte Präsident Otti Küng. Dieses geht von rund 95000 Franken aus und liegt rund fünftausend Franken über dem des Vorjahres. Die Versammlung genehmigte Jahresrechnung und Budget einstimmig.

 

Marion Wannemacher

marion.wannemacher @obwaldnerzeitung.ch


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