Hatte Attentäter Titlis im Visier?

ENGELBERG ⋅ Im April versuchte ein 28-jähriger Deutsch-Russe den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund in die Luft zu sprengen. Wie der «Spiegel» berichtet, hatte er womöglich auch andere Ziele – genanntet werden unter anderem die Bergbahnen Engelberg–Titlis.
06. November 2017, 20:01

Die Titlis-Bahnen waren offenbar auf dem Radar von Sergej W., jenem Mann, der im April einen Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus des deutschen Fussballklubs Borussia Dortmund verübte. Sein perfider Plan war es damals, mit dem Anschlag Geld zu verdienen. Der Deutsch-Russe setzte auf sinkende Aktienkurse des Vereins. Nun berichtet «Spiegel Online», dass er womöglich weitere Anschläge mit der selben Absicht plante. So soll er sich im Internet über Seilbahnen und deren Aktienkurse informiert haben. Dabei soll er auch nach den «Bergbahnen Engelberg-Trübsee Titlis AG» gesucht haben.

«Wir sind von der Polizei benachrichtigt worden, dass Sergej W. sich im Internet mit unserem Unternehmen beschäftigte», bestätigte Titlis-Geschäftsführer Norbert Patt. «Wir haben die Situation sehr ernst genommen und waren im intensiven Austausch mit der Polizei. Eine konkrete Bedrohung bestand aber nie.» Bei geringsten Anzeichen von Terror könnte man aber auf ein Dispositiv zurückgreifen. Dazu gehöre etwa das Untersuchen von Personen und Gepäck.

Der «Spiegel» beruft sich auf die 43-seitige Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Dortmund.

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