Im Juko wird einiges anders

OBWALDEN ⋅ Das Sarner Jugend- und Kulturzentrum erhält eine neue Leitung mit neuen Plänen. «Mehr Events, dafür billiger», lautet die Devise.
13. September 2017, 07:16

Franziska Herger

franziska.herger@obwaldnerzeitung.ch

Nachdem der Juko-Pavillon in Sarnen im März vergangenen Jahres knapp einer Sparrunde ­ des Kantons entkommen war, herrschte grosses Aufatmen im Jugend- und Kulturzentrum Obwalden. Doch man will sich nicht auf dem Status quo ausruhen. Ab dem 30. September übernimmt eine komplett neue Betriebsleitung den Juko-Pavillon – und will einiges anders machen: «Die bisherige Leitung hat viele teure Grossevents organisiert», sagt Joel Michel, Juko-Präsident in spe. «Aber mit Konzerten für 40 Franken spricht man zu we­nige Leute an. Wir wollen einen Wochenendtreff für alle eta­blieren.»

Konkret heisst das: «Mehr Events, dafür billiger», so Michel. Der 17-jährige Gymnasiast aus Kerns freut sich auf die Herausforderung. «Unter dem Motto ‹Klein, aber oho› möchten wir einen guten Mix bieten, in dem sicher auch ab und zu ein cooler Grossevent Platz hat.» Die Betriebsleitung habe nicht im Streit gewechselt. «Die bisherigen Leiter sind alle schon ein paar Jahre dabei und haben nun weniger Zeit. Das ist ganz normal.»

Die sieben jugendlichen Mitglieder der neuen Betriebsleitung wollen in Zukunft Schwerpunkte bei der Öffentlichkeitsarbeit setzen. Interessierte Jugendliche sollen mit einem Membership-Programm für den Verein begeistert werden. «Als Juko-Mitglied kann man zukünftig selber Events gestalten und auch eigene Interessen einbringen», erklärt Joel Michel. «Im Gegenzug gibt es auch einmal einen Gratis­eintritt für Veranstaltungen.» Auch mit Obwaldner Vereinen, Eventlabels und Partyveranstaltern will das Juko in Zukunft stärker zusammenarbeiten. «Wir sind schon in Gesprächen mit dem Obwaldner Hip-Hop-Verein Central Steez Family und dem Verein Harmlos, der Techno-Partys organisiert», so Michel. «Wir arbeiten an verschiedenen Ideen, wie wir solchen Veranstaltern entgegenkommen können.»

Gelernt, wie man an ein Projekt herangeht

Die neue Leitung hat die Zukunftsstrategie für den Juko-Pavillon vergangenes Wochenende an einem Workshop mit dem kantonalen Jugendbeauftragten Werner Lehmann und dem Jugendförderverein Infoklick erarbeitet. «Wir haben gelernt, wie man an ein Projekt richtig herangeht», so Michel. Bevor es mit den neuen Plänen losgehen kann, muss die Generalversammlung die Strategie am 30. September aber noch verabschieden.


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