Jäger waren in dieser Saison erfolgreich

OBWALDEN ⋅ Die diesjährige Obwaldner Jagdsaison verlief bis anhin erfolgreich und unfallfrei. Gamsjäger haben insgesamt 151 Tiere erlegt – allerdings ein tiefer Wert im langjährigen Vergleich.
10. November 2017, 05:00

Matthias Piazza

matthias.piazza@obwaldnerzeitung.ch

Die Hoch- und Rehjagd 2017 sind Geschichte. Bis 21. Oktober wurden in den Obwaldner Wäldern 49 Hirsche und 135 Stück Kahlwild (weibliches Wild und Kälber) geschossen. 325 Jäger lösten ein Hochjagdpatent, davon 184 Jäger ein Patent ohne Gams­abschuss. Auf der Niederjagd, welche vom 2. Oktober bis 30. November dauert, wurden bis jetzt von 239 Jägern insgesamt 216 Rehe erlegt, über 80 Prozent davon waren Böcke, wie der Kanton in einer Medienmitteilung schreibt.

Cyrill Kesseli, Leiter Wildtiere und Jagd Obwalden, spricht von einer bisher erfolgreichen und unfallfreien Jagdsaison. «Mit 151 erlegten Gämsen sprechen wir zwar von einem tiefen Wert im langjährigen Vergleich, doch wir wollen den Bestand wieder anheben.»

Verlust des Lebensraumes wirkt sich aus

Bei Rehen und Gämsen sei über die vergangenen Jahre ein stetiger Rückgang zu beobachten gewesen. «Die Gründe dafür sind zahlreich. Einerseits hat sicher der Luchs seinen Teil dazu beigetragen. Dazu kommen aber auch Verlust und Störung des Lebensraumes», erklärt er. Trotzdem hat die Jagd aus seiner Sicht ihre Berechtigung. «Ohne Jagd könnten die Bestände gewisser Wildarten zu stark anwachsen.»

Andererseits sei eine angemessene jagdliche Nutzung gesetzlich verankert und gehöre mit dem Genuss von Wildspeziali­täten zur Tradition im Kanton Obwalden.

Und dies gelte eben auch für Murmeltiere. 48 solcher Tiere wurden dieses Jahr erlegt. «Die gesunden Bestände lassen eine jagdliche Nutzung zu. Durch die Jagd wird der Bestand dem ­Lebensraum angepasst», so Kesseli. Das Fleisch sei beliebt und das Fett diene hausmedizinischen Zwecken.

Im Rahmen der Regulationsjagd sind diesen November weitere 27 Stück Rotwild zum Abschuss freigegeben. Sollten grössere Ansammlungen von Rotwild mit entsprechenden Schäden in der Landwirtschaft und im Wald auftreten, kann die kantonale Wildaufsicht Obwalden bis im ­Januar 2018 weitere Abschüsse freigeben. Die Jagd auf Wasserwild dauert noch bis Ende Februar 2018.


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