Jubiläumspreise am Brunni

ENGELBERG ⋅ Zum 75-Jahr-Jubiläum des Skilifts auf der Klostermatte gibt es das Saisonabo für die Kleinsten für 75 Franken. Auch Ältere profitieren.
07. Oktober 2017, 09:01

Die Brunnibahnen feiern 75 Jahre Skilift Klostermatte – er wurde 1942 in Betrieb genommen – mit Jubiläumsrabatten auf den Saisonabos fürs ganze Gebiet. Das Abonnement für Kinder (3 bis 15 Jahre) gibt es für 75 Franken (statt 200), das für Jugendliche (bis 19 Jahre) für 175 (statt 260) Franken, Erwachsene zahlen 275 (statt 350) Franken. Weil die Abonnements ab sofort auch für die Herbsttage gültig seien, zahle eine vierköpfige Familie für Herbst- und Wintersaison 700 Franken, meldet das Unternehmen. Abos können an der Kasse der Brunnibahnen bezogen werden und gelten bis 2. April 2018. Zusätzlich ist auch das Nachtskifahren inbegriffen.

Am Samstag, 13. Januar 2018, findet auf der Klostermatte als Jubiläumsanlass das Familien-Pistenspektakel «Alles fahrt Schii» statt. Mit Snowli und seinen Freunden werden die Familien in eine Geschichte rund um den Schnee entführt und Klein und Gross auf die Mission zur Rettung des Schneefestes geschickt. Es sind weitere Aktionen geplant.

Die Anfänge der Skiliftanlage auf der sogenannten Ochsenmatte (Flurbezeichnung) gehen auf das Jahr 1938 zurück. Im Auftrag von Jakob Niederberger erstellte die Firma Sigrist aus Sachseln auf der Gerschnialp eine Skiliftanlage, die 1939 in Betrieb genommen werden konnte. Obgleich bei den Skifahrern und beim Hotel-Café Ritz sehr beliebt, wurde der Betrieb immer wieder beeinträchtigt durch ungelöste Patentfragen im Zusammenhang mit dem Schleppsystem. Nachdem im Winter 1942 eine Lawine die Anlage auf Gerschni teilweise verschüttet und in Mitleidenschaft gezogen hatte, erwog der Eigner, die Anlage abzubrechen und unten im Dorf auf der Ochsenmatte neu aufstellen zu lassen. Die Verhandlungen mit dem Terraineigner (Kloster Engelberg) konnten im Oktober 1942 abgeschlossen werden. Das Kloster genehmigte die Liftverlegung von der Gerschni auf die Ochsenmatte. Jakob Niederberger verkaufte den Lift an die Engelberger Sparkasse, welche ihrerseits Niederberger als Pächter der Anlage auf der Ochsenmatte einstellte. Geregelt werden musste auch die Kreuzung der Skiliftanlage mit der Hochspannungsleitung. Dieses Problem konnte Ende November 1942 mit dem eidgenössischen Starkstrominspektorat gelöst werden. Am 30. Dezember 1942 nahm der Skilift auf der Ochsenmatte mit einer Förderleistung von 250 Personen pro Stunde den Betrieb auf.

1963 wurde der Skilift durch einen neuen Bügellift (680 Personen pro Stunde) ersetzt. Im September 2004 kauften die Brunnibahnen die damalige Skilifte Klostermatte AG. 2008 wurde die Talstation der Luftseilbahn zur Klostermatte verlegt. Heute hat die Matte gemäss Angaben der Bahnen das grösste Angebot der Zentralschweiz für Skianfänger mit zwei Skiliften und drei Förderbändern.

Luftseilbahn und Sessellift sind bis 12. November täglich und dann an den Wochenenden in Betrieb. Der Start der Skisaison ist für 8. Dezember geplant. (pd/red)


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