Kunz reisst sein Publikum mit

SARNEN ⋅ Gegen 900 Kunden der Obwaldner Kantonalbank kamen in den Genuss des vierten Eismond-Konzertes. Kunz sorgte mit seinem Mundart-Folk für Stimmung in der Aula Cher.
13. Januar 2018, 08:47

Lea Kathriner

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Sympathisch und bodenständig kommen Marco Kunz und seine Band daher. Volksnah begibt sich der Luzerner Sänger Kunz in die Menge, umgeben von seinen Fans, die lautstark mitsingen. Nicht alle OKB-Kunden kennen Kunz, der zum ersten Mal in Obwalden ein Konzert gibt; manche lassen sich überraschen. Die Band spielt ihre bekannten Songs wie «Üs ghört d’Nacht», «Marie» oder «Chliini Händ», kehrt aber mit «Vierwaldstättersee» und «Settig Momänte» aber auch an die Anfänge ihrer Karriere zurück und stellt selbstverständlich die Lieder der neusten CD «No meh Hunger» vor. Ruhige und rhythmischere Songs wechseln sich ab.

Improvisation gefragt nach Tonausfall

Kunz’ Texte regen zum Nachdenken, die Melodien zum Mitmachen an. Immer wieder fordert er dies vom Publikum: «Können die hinten auch mitsingen?» Er gibt eine kleine Lektion im Background-Singen und Tanzen. Und schon bewegen sich Alt und Jung. Das Licht trägt seinen Teil zur Show bei. Und selbst als die Tontechnik streikt, nimmt es ihm das Publikum nicht übel. «Geht an den Getränkeständen von Ad Astra etwas trinken, bleibt noch da», improvisiert der Bandleader. Eine grosse La Ola nach dem Zwischenfall, ein paar Sprünge, und schon ist die fröhliche Stimmung im Saal zurück. «Er ist einer wie wir», «so nah», «familiär», «cool» und eben «bodenständig», hört man immer wieder im Publikum.

Kunz hat Gefallen gefunden an Sarnen

Spontan bittet Kunz gegen Ende des Konzertes einen Besucher zu sich auf die Bühne, da sich dieser noch den Song «Olten» wünscht. Und so singen sie zusammen die wirklich letzte Zugabe. Kunz verabschiedet sich mit den Worten «Habt Freude am Leben» und verrät zum Schluss: «Ich möchte wieder mal nach Sarnen kommen.» Gute Neuigkeiten also für alle Kunz-Fans.


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