Mehr als nur schöne Musik gespielt

ENGELBERG ⋅ Verstärkt mit jungen Musikern und Solisten der Stiftsschule überzeugte der Stiftschor mit seinem Konzert zum Beginn der Weihnachtszeit.
21. Dezember 2017, 04:40

Der Stiftschor Engelberg lud am Gaudete-Sonntag zum traditionellen Weihnachtskonzert unter dem Titel «Laudate Dominum» (Lobet den Herrn) in die Klosterkirche ein. Erwartungsvolle Stimmung war spürbar, als der Chor in die vollbesetzte Kirche hinein- sang: «Seht, neuer Morgen in unsrer Nacht.» Abt Christian Meyer betonte in seiner Begrüssung, wie wichtig das Hören nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit dem Herzen sei. Nicht Perfektion, sondern beherzter Ausdruck und inneres Feuer machten Gesang und Musik zum bleibenden Erlebnis und zur überzeugenden Verkündigung.

Das sorgfältig gewählte Programm mit bekannten Advents- und Weihnachtsliedern – teils modern interpretiert – und anspruchsvollen Klassikern machte deutlich, dass es hier um mehr ging, als schöne Musik wiederzugeben. Die sachte Heranführung ans Weihnachtsgeheimnis vermittelte auch eine theologische Botschaft, am eindringlichsten in Gabriel Faurés «Cantique de Jean Racine».

Stiftskapellmeisterin Ruth Mory-Wigger und der Chor bauten auch wieder auf junge Solisten und Musiker der Stiftsschule. Streicherensemble, Flötistinnen und Organist begleiteten souverän. Cellosolist und Pianistin sorgten mit Elégie op. 24 von ­Gabriel Fauré für ein besonderes Hörerlebnis. Die klaren Solistinnen-Stimmen verzauberten das Publikum etwa bei der Interpretation der Weihnachtsgeschichte von Johannes Petzold oder beim «Laudate Dominum». (pd/red)


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