Mehrkosten für Kirchgemeinde

SARNEN ⋅ Wenn schon saniert wird, sollen an der Pfarrkirche Kägiswil auch gleich die nötigen Unterhaltsarbeiten gemacht werden – die Kirchgemeinde beschliesst dafür einen Zusatzkredit.
17. Mai 2017, 08:13

Markus Villiger

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Für die Sanierung der Pfarrkirche Kägiswil genehmigten die Stimmberechtigten vor einem Jahr einen Kredit von 985'000 Franken. In der Zwischenzeit zeigte sich, dass ein Zusatzkredit von 200'000 Franken erforderlich ist. Sowohl Bauchef Hans Peter Wolfisberg wie auch Architekt Walter Küchler begründeten die Mehrkosten, die aus Sicht der Denkmalpflege mehrheitlich nicht beitragsberechtigt sind.

So sind die Elektroinstallationen komplett auf den neuesten technischen Sicherheitsstand zu bringen. «Das bedeutet, dass jeder bestehende Elektroanschluss vom Schalter bis hin zu den Leuchten mit einer dritten Phase versehen werden muss, um den entsprechenden Standard zu erreichen. Dies verursacht zusätzliche Kosten von über 30000 Franken», führte der Architekt aus. Über dem Altarbereich sind die defekten Oblichter zu ersetzen. Mit allen zugehörigen Arbeiten von Fenstern über Gerüstungen bis zu Elektroanlagen entstehen Mehrkosten von annähernd 70000 Franken. Im Weiteren sind die Flachdächer mit Absturzvorrichtungen für 14000 Franken auszustatten. Zudem erfordern verschiedene Anlagen und Gebäudeteile, die eigentlich von der Sanierung nicht tangiert wären, intensive Instandstellungs- und/oder Ersatzmassnahmen. Die Kirchenbeschallung (Mikrofon- und Lautsprecheranlage) war bisher nicht im Sanierungskonzept vorgesehen. Laut Architekt Walter Küchler zeigte sich ein deutlicher Nachholbedarf, der rund 23000 Franken zusätzliche Kosten verursache. In der Zwischenzeit seien erneut Wasserschäden aufgetreten. Um diese zu lokalisieren und zu beheben, wurde eine kleine Reserve von 15000 Franken eingesetzt.

Zusatzkredit und Rechnung genehmigt

«Es ist viel Geld, das vor Inangriffnahme der Arbeiten zusätzlich aufgebracht werden muss. Jedoch ist es sinnvoll, die Arbeiten, die teilweise dem Unterhalt zugeordnet werden könnten, im Zusammenhang mit der jetzigen Sanierung auszuführen», betonte Architekt Walter Küchler. Das sahen auch die rund 35 anwesenden Stimmberechtigten so und genehmigten den Zusatzkredit von 200000 Franken.

Wie Finanzchef Arnold Britschgi darlegte, konnte für das Jahr 2016 wiederum ein positiver Jahresabschluss präsentiert werden. Die Jahresrechnung 2016 schliesst bei ausserordentlichen Abschreibungen von 522000 Franken mit einem Mehrertrag von 148493 Franken ab. Dank tieferen ordentlichen Abschreibungen und Kostendisziplin ergab sich trotz leicht tieferen Steuereinnahmen ein positives Jahresergebnis. Die Versammlung unter dem Vorsitz von Kirchgemeindepräsident Georg Berwert genehmigte die Jahresrechnung einstimmig.


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