Neuer kanadischer Wind für das «Rössli»

STALDEN ⋅ Das «Canadian im Rössli» bietet den Gästen bereits während des Umbaus eine Erlebnisgastronomie. Die offizielle Eröffnung findet Anfang November statt.
15. Juli 2017, 05:00

Dichte Wälder, raue Natur, ländliche Gegend: So lässt sich nicht nur die malerische Landschaft von Kanada, sondern auch die Region rund um den Glaubenberg beschreiben. Genau dieses idyllische Flair soll auch im ehemaligen Restaurant Rössli in Stalden Einzug halten. Zum Wirte­wechsel hat sich die Korporation Schwendi ein innovatives Projekt ausgedacht. «Wir haben uns für das kanadische Konzept entschieden, da die Korporation selbst ein grosser Waldbesitzer ist und wir von Besuchern der Region immer wieder Rückmeldungen erhalten, dass es im Langis oder im Schlierental wie in Kanada aussieht», sagt Korporationsverwalter Walter Abächerli.

Das «Canadian im Rössli» wird zum Familienbetrieb

Um diese kanadische Stimmung auch in das «Canadian im Rössli» zu bringen, wird der ehemalige Landgasthof renoviert. Innen wird alles neu gemacht, bis auf den Saal, der nur sanft umgebaut wird. «Die Renovation des Aus­senbereiches ist für das nächste Jahr geplant», sagt die neue Pächterin Claudia Achermann. Die offizielle Eröffnung, welche mit einem grossen Event ver­bunden werden soll, findet laut Achermann Anfang November statt. Das «Canadian im Rössli» hat jedoch seit vergangener Woche geöffnet und empfängt die Gäste auch während des Umbaus jeweils von Donnerstag bis Sonntag. «Wir haben dies bewusst so gemacht, damit unseren Gästen eine Erlebnisgastronomie geboten wird. Sie sollen die Veränderungen im Restaurant miterleben können», erklärt Claudia Achermann.

Für die Korporation war die dreifache Mutter die einzige Pächterin, die in Frage kam. Im Gespräch mit unserer Zeitung erläutert Abächerli, wieso die Wahl so ausfiel: «Uns war es wichtig, dass es eine Person ist, die gut auf die Leute zugehen kann und eine tolle Ausstrahlung hat. Ein weiteres wichtiges Kriterium war auch das Gastroblut, welches der neue Pächter besitzen sollte.»

Dass die Wahl auf die Luzernerin fiel, lag auch an ihrem gastronomischen Hintergrund. «Meine Eltern arbeiteten schon im Gastgewerbe, und ich wurde früh dort hinein geschubst. Nach meiner Ausbildung als Floristin blieb ich im Gastrobereich hängen», so die Chefin des Restaurants. Ihr Gastroblut gibt sie auch an Sohn Timon und Tochter Vivienne weiter. Nebst ihrem Partner Marc Keller, der das Administrative übernimmt, sind auch sie im kleinen Familienbetrieb tätig.

Kanadische Küche trifft auf einheimische Speisen

Obwohl das Konzept von der Korporation gegeben war, durfte auch die Pächterin ihre Ideen einbringen und nebst der Dekoration die Speise- und Getränke­karte bestimmen. «Mit unserem ­Angebot wollen wir vom Bankdirektor bis zum Rocker alle Menschen ansprechen. Dabei ist es uns wichtig, eine Mischung aus kanadischen Speisen und einheimisch Bekanntem anzubieten», erklärt die Gastronomin. So gibt es nebst dem typisch kanadischen Bison-Entrecôte auch Pouletbrust an Cranberry, was die Verbindung zwischen der Schweiz und Kanada herstellen soll. Ein besonderes Augenmerk richtet Claudia Achermann auf die Produkte, welche regional und einheimisch sein sollen. Dass dieses Konzept gut ankommt, zeigen bereits viele positive Resonanzen von den Gästen.

Amanda Amstad

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

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