Obwalden hat Pluspunkt erhalten

KERNS ⋅ Die Abschaffung der Schenkungs- und Erbschaftssteuer zeigt erste Erfolge. Die Standort-Promotion Obwalden hat ihre Zielsetzungen auch im vergangenen Jahr übertroffen.
19. Mai 2017, 08:38

Robert Hess

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Selbstverständlich stellte keiner der rund 80 Anwesenden an der Generalversammlung ernsthaft die Frage, ob die Ansiedlungs­erfolge der Standort-Promotion Obwalden je einmal so rasch wie Pilze wachsen werden. Versammlungsort mit vorangehender Betriebsbesichtigung war am Mittwochabend nämlich das neue Produktionsgebäude der Kernser Edelpilze GmbH. Und dort führten die beiden Firmenchefs, Vater Sepp Häcki und Sohn Patrick, durch die Anlagen, welche die Besucher sowohl im Produktionsbereich wie auch in der Lösung von Energieproblemen stark beeindruckten. «Respekt und Hochachtung – was diese Tüftler und Schaffer geleistet haben, das ist für mich eine wahre Erfolgsgeschichte», lobte Vereinspräsident Andreas Amschwand zu Beginn der GV.

Zielsetzung erneut klar übertroffen

«Täglich harte Arbeit und viel Herzblut bei der Erfüllung ihrer Aufgabe», attestierte Präsident Amschwand auch «unserem bestens vernetzten Verkaufsteam» unter der Leitung von Geschäftsführerin Martha Bächler. Amschwand erinnerte an das vereinbarte Leistungsziel 2016 mit dem Regierungsrat: «Die Standort-Promotion Obwalden ist jährlich massgeblich an Ansiedlungsprojekten beteiligt, welche mindestens einen zusätzlichen Steuerertrag von 875'000 Franken erzielen.» Somit werde die jährliche Kostenbasis der Standort-Promotion mit jährlichen zusätzlichen Steuern abgedeckt.

«Diese Zielsetzung haben wir 2016 mit einem Faktor von knapp 2 erneut klar übertroffen», betonte der Präsident in seinem Jahresbericht. Und: «Gegenüber 2015 haben wir unser Ergebnis um rund 100'000 Franken verbessern können.» Für 2017 gelten erneut 875'000 Franken.

Zum laufenden Jahr meinte Geschäftsführerin Martha Bächler in ihrem Jahresbericht: «Die ersten drei Monate sind extrem hart gewesen.» Ab April sei die Nachfrage besser geworden, und seit 14 Tagen sei man «ächt am Ruederä, was üs extrem freut».

Neuer Pluspunkt bei den Steuern

Wie Präsident Amschwand betonte auch Geschäftsführerin Bächler, dass die Abschaffung der Schenkungs- und Erbschaftssteuer erste Erfolge zeige. «Das Paket Obwalden erhält damit ­einen entscheidenden Pluspunkt und kann erhalten und gefestigt werden», ergänzte Amschwand. «Jede Ansiedlung soll für den Kanton eine Wertschöpfung generieren, wir achten stets auf Qualität», sagte der Präsident.

Andreas Amschwand betonte auch die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Einwohner­gemeinden, dem Kanton, den Absatzmittlern und den Vereinsmitgliedern. Ergänzend bat Geschäftsführerin Bächler die Partner, freie Wohnungen und Häuser sowie verfügbares Bauland zu melden. «Das ist in Zeiten des knapper werdenden Baulandes ein dauernder und wichtiger Prozess.»
 

 

Wechsel in der Geschäftsstelle

Generalversammlung Nachfolger von Thomas Keiser, der die Geschäftsstelle im vergangenen Januar verlassen hat, wird Felix Fischbacher, Wilen (derzeit Head of Export Sales, Trisa AG), wie Geschäftsführerin Martha Bächler in ihrem Jahresbericht bekanntgab.
Neben Martha Bächler gehören in Teilpensen Julia Keller, Leandra Amstalden sowie Karin Joller der Geschäftsstelle am Dorfplatz 1 in Sarnen an. Personelle Wechsel gab es auch im 13-köpfigen Vorstand. Im Rahmen der ordentlichen Traktanden der GV wurden einstimmig Alain Grossenbacher, Cornelia Kaufmann-Hurschler und Jürg Blattner als Nachfolger der zurücktretenden Ruedi Hinter, Branko Balaban und Stephanie von Samson in den Vorstand gewählt. Die übrigen Mitglieder wurden in globo bestätigt. Einstimmig wiedergewählt wurde auch Präsident Andreas Amschwand. Der Verein zählt derzeit 142 Mitglieder.
Einstimmig genehmigte die GV unter anderem auch die Jahresrechnung, die bei einem Gesamtertrag von 885000 Franken praktisch ausgeglichen abschliesst. (rh)


Leserkommentare

Anzeige: