Obwalden zahlt 25'000 Franken in Fonds für Zwangsmassnahmen-Opfer

VERGANGENHEITSBEWÄLTIGUNG ⋅ Der Kanton Obwalden zahlt 25'000 Franken in den Solidaritätsfonds für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen. Das Geld kommt Betroffenen zugute, die heute in einfachen Verhältnissen leben.
21. Dezember 2017, 08:59

Aktuell betreue die Opferhilfeberatungsstelle acht Personen mit Wohnsitz im Kanton, die teilweise in Obwalden platziert waren, teilte der Obwaldner Regierungsrat am Donnerstag mit. Auf ein Gesuch des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements hin habe er erneut 25'000 Franken an den Fonds zulasten des Swisslos-Fonds gesprochen.

Der Bund richtete einen Solidaritätsfonds für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 in der Höhe von 300 Millionen Franken eingerichtet. Er gewährleistet die Finanzierung. Die Kantone können sich auf freiwilliger Basis beteiligen.

Obwalden hatte bereits 2014 22'500 Franken in den Soforthilfefonds für ehemalige Verdingkinder bezahlt. (sda)


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