Obwaldner Keglerin holt Elitegold

LUNGERN ⋅ Vreni Imfeld darf sich über den Sieg bei der Schweizerischen Senioren- und Veteranen-Meisterschaft freuen. Mit 489 Punkten liess sie die Konkurrenz hinter sich.
21. Juli 2017, 05:00

Amanda Amstad

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Die Schweizerische Freie Kegelvereinigung kann auf eine erfolgreiche Meisterschaft zurückblicken. Aus der ganzen Schweiz fanden ambitionierte Keglerinnen und Kegler den Weg nach Zürich. So auch die 57-Jährige Vreni Imfeld aus Lungern. «Ich kegle seit bald 30 Jahren und habe mich in den drei Kategorien hochgearbeitet. Seit drei Jahren darf ich in der A-Kategorie der Spitzenkegler teilnehmen», sagt die gebürtige Beckenriederin stolz.

Dass sie zu dieser Elite gehört, bewies die Keglerin auch bei der Schweizerischen Senioren- und Veteranen-Meisterschaft. Obwohl sich die sechs Seniorinnen der Kategorie A einen zähen Kampf lieferten, gewann sie mit 14 Punkten Vorsprung.

Der Wettkampf ist das beste Training

Spezielle Vorbereitungen traf die zweifache Mutter dafür jedoch nicht. Da sie durch ihren Mann Paul Imfeld die Liebe zum Kegelsport entdeckte, bestreiten sie die Wettkämpfe heute oft zusammen. Für Imfeld ist der Wettkampf das beste Training, da sie dann mit voller Konzentration dabei sei. Wenn sie nicht gerade mit ihrem Mann an einer Meisterschaft teilnimmt, so misst sie sich mit anderen Damen: «Da es in Obwalden keinen Kegelklub gibt, bin ich im Damenklub Emmental und kegle oft dort. Auch wenn der Weg weit ist, habe ich dort viele Kolleginnen, und es passt mir. Den Mangel an Kegelklubs und -bahnen finde ich bedauerlich.» Zudem fehlt es laut Imfeld auch an Nachwuchs. Für die erfolgreiche Keglerin ist jedoch klar, dass sie an dem Sport festhält.

Was sie sich nicht vorstellen könnte, ist der Wechsel auf das Bowling. «Bowling ist ganz anders als Kegeln. Man hat kleinere Kugeln und wirft sehr zügig. Ich bevorzuge das feine Kegeln mit den grösseren Kugeln. Beim Kegeln ist auch jede Bahn unterschiedlich, was eine echte Herausforderung ist.» Den Sieg an der Meisterschaft verdanke sie auch der Kegelbahn. «Diese Bahn in Zürich liegt mir sehr. Ich wurde vor zwei Jahren auf derselben Bahn Schweizer Meisterin. Darum hatte ich gehofft, dass es wieder so gut kommt», so Imfeld. Für die nahe Zukunft hat sie bereits Pläne: «Das nächste Ziel ist die Schweizer Meisterschaft, die Ende August auf der Allmend in Luzern stattfindet. Ich bin jedoch skeptisch, da es mit der Bahn dort ein Auf und Ab ist. Manchmal gibt es gute Tage und dann auch wieder solche, an denen es schlechter läuft.» Trotz der Zweifel hofft sie, sich in den Top 10 der Damen platzieren zu können.

Hinweis

Weitere gute Resultate lieferten Rita Ming aus Lungern (450 Punkte) mit Rang 2 in der Veteraninnen-Kategorie C und Ruedy Bürgisser aus Alpnachstad (486 Punkte) mit dem 1. Rang in der Veteranen-Kategorie B.


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