Schlittelweg soll sicherer werden

MELCHSEE-FRUTT ⋅ Die Korporation Kerns will Anpassungen am Schlittelweg und der Skipiste vornehmen. Dies auch wegen gefährlicher Stellen. Der Korporationsversammlung wird ein Kredit vorgelegt.
17. April 2018, 07:51

Über einen Kredit von einer Viertelmillion Franken entscheidet die Kernser Korporationsversammlung am 8. Mai. Dafür sollen der Schlittelweg und die Abfahrtspiste im Bereich Cheselen angepasst werden. 2010 wurden der Schlittelweg und die Skipiste getrennt. Für den Schlittelweg entstand ein neues Trassee beim «alten Forsthüttli». Kollisionen von Schlittlern und übrigen Schneesportlern hätten so weitgehend vermieden werden können, schreibt der Korporationsrat in seiner Botschaft.

Die Erfahrung zeige aber, dass das aktuelle Trassee mit einem Längsgefälle von 18 Prozent für die Beschneiung und Präparierung verbesserungswürdig, sowie für viele Schlittler bei den heutigen Frequenzen zu eng und anspruchsvoll sei. «Es besteht zwingender Handlungsbedarf», sagt Markus Ettlin, Präsident der Korporation Kerns, auf Anfrage. «Die Stelle ist einfach zu ‹stotzig›, vor allem mit den Haarnadelkurven.»

Wendeplatten werden verschoben

Der Schlittelweg soll auf einer Länge von 320 Metern und die Abfahrtspiste auf einer Fläche von rund 7000 Quadratmetern angepasst werden. Das soll eine Qualitätssteigerung sowie eine verbesserte Trennung ­zwischen Skipiste und Schlittelweg bringen. Zudem werde der rasanten Zunahme der Frequenzen bei den Schlittlern Rechnung getragen.

Es ist geplant, das Längsgefälle des Schlittelwegs von 18 auf 11 bis 12 Prozent zu reduzieren. Das entspricht laut der Botschaft dem durchschnittlichen Längsgefälle der Fruttstrasse und eigne sich ideal als Schlittelweg. Dazu werden die drei bestehenden Wendeplatten nach Osten respektive Westen verschoben. Weiter sollen die Piste nach Westen verschoben und die bestehende Engstelle verbreitert werden. «Speziell bei hohen Frequenzen mit vielen Familien ist hier ein Flaschenhals», sagt Markus Ettlin dazu. «Es drängt sich auf, zur Qualitätssteigerung etwas zu machen», hält er weiter fest. Dazu muss ein Stück Wald gerodet werden. Ganz in der Nähe soll eine entsprechende Ersatzaufforstung entstehen.

Wann genau die Anpassungen umgesetzt werden sollen, steht noch nicht fest. «Das hängt immer auch vom Jahresergebnis und von den Prioritäten bei den Investitionen ab», hält Markus Ettlin fest. Man beantrage jetzt den Kredit, und dann werde die Verwaltungskommission der Sportbahnen Melchsee-Frutt entscheiden. «Ich gehe davon aus, dass wir das Projekt bald an die Hand nehmen werden», so Markus Ettlin.

 

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@obwaldnerzeitung.ch


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