Sponsoren für neues Becken gesucht

KERNS ⋅ Für Kurse wie Aquafit und Aquajogging ist ein separates Becken geplant. Zudem sollen das bestehende Becken und die Sportgarderoben saniert werden. Dafür fehlt aber noch das Geld. Es geht um 4,7 Millionen Franken.
12. Januar 2018, 05:00

Matthias Piazza

matthias.piazza@obwaldnerzeitung.ch

Das Hallenbad in Kerns ist beliebt. Besucher schwimmen ihre Bahnen im 17 Meter langen Sportschwimmbecken. Nebenan halten sich andere Wasserratten an Kursen mit Aquafit und Aquajogging fit. «Solche Kurse sind immer mehr gefragt. Im Becken wird es eng», sagt Ernst Michel vom Verwaltungsrat der Hallenbad Obwalden AG. Geplant ist darum ein Becken speziell für Kurse – mit Erweiterung des Gebäudes auf dem eigenen Land. Das bestehende Sportschwimmbecken und die Garderoben sollen saniert werden.

Bevor die Handwerker im Aquacenter kommen, muss das Geld beschafft werden. Auf 4,7 Millionen Franken beziffert Ernst Michel die Kosten. Davon sollen 3,5 Millionen Franken durch Sponsoren, Gönner und Donatoren zusammenkommen. «3,5 Millionen Franken zu sammeln, ist eine anspruchsvolle Aufgabe», ist sich Ernst Michel bewusst. «Doch weil wir im Gegensatz zu anderen Schwimmbädern von der Öffentlichkeit nur begrenzt unterstützt werden, sind wir auf Sponsoren angewiesen. Mehr als 1,2 Millionen Franken können wir nicht aus eigener Kraft stemmen.» Gemäss Michel ist nebst einem leichten Besucherwachstum insbesondere die Steigerung der Qualität das Ziel.

Eigentlich hätte man sich bereits im vergangenen Jahr auf die Sponsorensuche machen wollen, doch das Projekt verzögerte sich, auch weil Verwaltungsratspräsident Hansruedi Durrer verunfallte. Er hat sich zwischenzeitlich wieder erholt.

Den Aktionären wird an der kommenden Versammlung vom 17. Januar eine ausgeglichene Rechnung des vergangenen Geschäftsjahres präsentiert – mit einem Gewinn von rund 8000 Franken. Die Ertragsseite der Unternehmung (Badebetrieb, Camping, Wohnungen) hält sich mit insgesamt 1,1 Millionen Franken im Rahmen des Vorjahres. Hinzu kommen 91000 Franken von Beiträgen der Gemeinden Kerns, Sarnen, Alpnach, Sachseln und Giswil.

Noch lässt sich kaum Energie sparen

Als Wermutstropfen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 bezeichnet Ernst Michel die Massnahmen zur Energieoptimierung. «Gegenüber dem angestrebten Sparziel von 12 Prozent liegen wir momentan bei der Wärme nur bei 3,8, beim Wasser bei 1,7 und beim Strom sogar bei einem Plus von 3,7 Prozent», bedauert er. Er erhoffe sich, dass man mit dem Justieren der Anlagen noch eine Verbesserung erzielen könne. Die Probleme mit der neuen Solaranlage auf dem Dach hätten zwischenzeitlich behoben werden können. Auch der Wärmetauscher der Lüftung für das Sportschwimmbecken funktioniere wieder einwandfrei.


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