«Wir sind auf gutem Wege»

LUNGERN ⋅ Beim diesjährigen Martinigespräch des Gemeinderates ging es unter anderem um die Umfahrung Kaiserstuhl und den Umbau des Gemeindehauses.
04. November 2017, 08:59

Gemeindepräsident Josef Vogler konnte am Donnerstagabend rund 30 Personen aus verschie­denen Gremien sowie Nationalrat Karl Vogler begrüssen. Bevor es am traditionellen Martini­gespräch um eingereichte Themen und Antworten dazu ging, lud der Gemeinderat zu einem kleinen Imbiss – «ein Dankeschön für die unter dem Jahr zum Teil auch hinter den Kulissen geleistete Arbeit der verschiedenen Personen», wie Vogler betonte.

Auf die Frage nach dem Stand der Trennung zwischen strategischen und operativen Aufgaben der Verwaltung und des Gemeinderates erklärte der Präsident: «Wir sind auf gutem Wege, aber es braucht alles seine Zeit. Es ist nicht immer ganz einfach, die Aufgaben zu trennen, doch einiges wurde bereits umgesetzt.» Grundsätzlich sei es ein aufwendiger und spannender Prozess, bei dem es um Verständnis, Loslassen, Vertrauen und Kontrolle ginge. Zum Thema «Parkplätze und Einliegerwohnung beim Gemeindehaus» wollte die CSP wissen, ob und wo Lösungen vorgesehen seien. Gemeinderat Martin Gasser zeigte auf, dass es total 14 Parkplätze brauche, die allerdings nicht direkt vor dem Haus, aber in der Umgebung möglich seien. Auch der Umbau des Gemeindehauses geht voran. Nachdem nach einer Ausschreibung einige Offerten zurückgekommen sind, werden diese jetzt gesichtet, die Pläne angepasst, und Anfang Januar wird ins Provisorium gezügelt. «Wir rechnen mit der Fertigstellung im August 2018», zeigte sich Gasser zuversichtlich.

Brisante Einsprache zur A8-Umfahrung

Die Projektierungsphase zur A8-Umfahrung Kaiserstuhl ist abgeschlossen und das Plangenehmigungsverfahren im Gange. Es gab laut Referent Albert Amgarten vier Einsprachen. «Diejenige der Umweltverbände ist brisant. Sie finden das Projekt unter anderem zu teuer und es gäbe zu viele grosse Eingriffe in die Landschaft.» Je nachdem, ob die Einsprache bis vor Bundesgericht weitergezogen wird, brauche es Zeit und Geld. «Wenn es allerdings rund läuft, dann könnte der Tunnel in der vorgesehenen Bauphase von 2023 bis 2030 realisiert werden.» Klarheit gebe es aber nicht vor 2018.

Beim Rückbau der 2014 Konkurs gegangenen Schönbüel-Bahn bat die Teilsame Obsee um Hilfe. Noch müssten die Fundamente von zwei Skiliften, die alte Gondelbahnstation sowie das Restaurant Sporting rückgebaut werden, wie Kommissionsmitglied Niklaus Vogler unterstrich.

Birgit Scheidegger

redaktion@obwaldnerzeitung.ch


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