Das Obwaldner Wanderwegnetz wird kürzer

RICHTPLAN ⋅ In Obwalden ist das offizielle Wanderwegnetz überarbeitet worden. Teils fallen unwichtige Wanderwege weg, teils gibt es neue Routen.

Aktualisiert: 
21.09.2016, 13:00

Der gültige Richtplan für das Wanderwegnetz ist über 20 Jahre alt. Er entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand des Wanderwegnetzes in der Natur. Bauliche Veränderungen bei den Alp- und Forststrassen, Veränderungen in der Landschaft infolge von Naturereignissen, Anpassungen bei der landwirtschaftlichen Nutzung sowie sich verändernde touristische Bedürfnisse haben eine umfassende Überprüfung und Anpassung notwendig gemacht.

82 Kilometer weniger

Nun hat der Obwaldner Regierungsrat den Richtplan definitiv erlassen, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilt. Teils fallen unwichtige Wegstücke weg, teils gibt es neue Routen.Das Wanderwegnetz umfasst 1086 Kilometer Wanderwege, 82 Kilometer weniger als bisher. Über 53 Prozent davon sind Bergwanderwege. Teils wurde die Linienführung von Wegen aus Sicherheits- und Attraktivitätsgründen optimiert. Das Ziel waren laut Kanton kundenfreundlichere Wanderrouten in einem zusammenhängenden Wegnetz. Einzelne Abschnitte, die zu keiner Route gehörten, entfielen.

51 Stellungsnahmen

Während der öffentlichen Auflage seien insgesamt 51 Stellungnahmen von Privatpersonen, Gemeinden, Verbänden und weiteren öffentlichen Institutionen eingegangen. Während die Anregungen der Gemeinden vollumfänglich und jene der Verbände und Institutionen grossmehrheitlich in den definitiven Richtplan aufgenommen wurden, konnten jene der Privatpersonen nur in Einzelfällen übernommen werden. Dies deshalb, weil es sich dabei vor allem um Anliegen von Grundeigentümern handelte, welche weniger stark gewichtet werden als allgemeine öffentliche Interessen. 

Umstrittener Seeuferweg

So war etwa der neue, seeufernahe Wanderweg im Westen des Sarnersees bei Anwohnern umstritten. Der zwischen Ob- und Nidwalden neu als Bergwanderweg definierte, bestehende Weg zwischen Gräfimattstand und dem Storeggpass stiess hingegen vor allem bei Umweltverbänden auf Kritik.

Der Richtplan wird nun dem Parlament unterbreitet. Stimmt dieses zu, erfolgt die Detailplanung. Neue Routen sollen in den nächsten Jahren auf Kosten der Gemeinden mit neuen Wegweisern signalisiert werden.

pd/rem/sda

Hinweis: Die Details zum neuen Wanderwegnetz »

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