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Die Masten kommen mit dem Super-Puma

ENGELBERG ⋅ Nun stehen die Masten der neuen 8er-Gondelbahn von Engelberg auf Trübsee. Bei der Montage am Montag kam einer der grössten Helikopter zum Einsatz.

Mit einem Super-Puma sind am Montag 14 Masten der 1. Sektion von Engelberg nach Trübsee montiert worden. Im Einsatz war einer der grössten Helikopter. (rem, 11.05.2015)

Es ist ein idyllischer Tag in Engelberg, einige Quellwolken am Frühlingshimmel und das Bimbeln der Kuhglocken in der Ferne: Plötzlich liegt ein Rattern in der Luft, dann steigt der Super-Puma HB-XVY über dem Hang auf und fliegt in Richtung Parkplatz bei der Talstation.

Der 11. Mai ist der grosse Flugtag, an dem alle 14 Masten der ersten Sektion von Engelberg bis zum Trübsee von Mitarbeitern der Heliswiss, des Bahnbauers Garaventa und der Titlis-Bergbahnen montiert werden.

Am Seil des Helis hängt ein langes Rohr. Kaum hat der Super-Puma abgehoben, setzt ein regelrechter Sturm ein, dermassen heftig wirbeln die Rotorblätter mit einem Durchmesser von fast 16 Metern durch die Luft. Am Berg kommunizieren die Arbeiter über Funk mit dem Piloten, sodass er die Teile punktgenau über dem Mastenfundament platzieren kann. Emsig ziehen die Mitarbeiter die Schrauben an. In geschätzten 20 bis 30 Minuten steht der Masten. Kaum ist der Heli verschwunden, steigt er auch schon wieder mit einem neuen Teil auf. Insgesamt waren rund 60 Flugbewegungen nötig.

Das Skigebiet Titlis kann dank einer neuen Gondelbahn zwischen Engelberg und Stand schneller erreicht werden. Ab Samstag ist die erste Sektion von Engelberg bis Trübsee in Betrieb, die zweite Sektion von Trübsee nach Stand wird noch vor Weihnachten eröffnet. Bilder vom Bau der neuen Gondelbahn.

Die höchste Stütze misst 34 Meter und besteht aus 10 einzelnen Teilen. Für die schwersten Teile wird dann noch eigens Europas grösster Transport-Helikopter, der Kamov KA 32 A12, eingesetzt, denn der Super-Puma kann Lasten von maximal 4,5 Tonnen heben.

Bei der Talstation schaut Alois Tschümperlin von Heliswiss zum Rechten. Alle 35 bis 40 Minuten landet der Super-Puma zum Tanken. Er verbraucht zwischen 400 bis 600 Liter Kerosin in der Stunde. «Das variiere je nach Witterungsverhältnissen», sagt er.

«Wir kommen gut vorwärts», sagt Peter Reinle, Leiter Marketing der Titlis-Bahnen. Auch die Talstation sei praktisch fertig. Als nächstes werden nun Leitungen montiert. Ende August soll die alte Gondelbahn abgebrochen werden. Anfang Oktober sind erste Testfahrten mit der 8er-Gondelbahn geplant. Mitte Dezember 2015 soll die neue 8er-Gondelbahn den Betrieb aufnehmen. Ein Umsteigen auf Trübsee wird dann nicht mehr nötig sein, die Fahrzeit Engelberg–Stand wird um rund die Hälfte auf 16 Minuten reduziert.

Hinweis: Der Baufortschritt kann online verfolgt werden auf www.titlis.ch/neuebahn

René Meier

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