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CSP nominiert Nationalrat Karl Vogler für 2. Amtszeit

WAHLEN ⋅ Der christlichsoziale Nationalrat Karl Vogler aus Obwalden kandidiert für eine zweite Amtszeit. Der 59-Jährige ist am Dienstag von der CSP als Kandidat für die Nationalratswahlen vom 18. Oktober nominiert worden.

Die Kandidatenkür in Kerns erfolgte einstimmig und mit grossem Applaus, wie CSP-Copräsident Christian Schäli am Abend der Nachrichtenagentur sda mitteilte. Zu den Ständeratswahlen tritt die CSP nicht an.

Vogler hatte 2011 den einzigen Obwaldner Nationalratssitz auf Kosten der SVP erobert. Der Rechtsanwalt und Notar aus Lungern mit eigener Praxis in Kerns schloss sich danach in Bern der CVP-Fraktion an. Er gehört den Kommissionen für Rechtsfragen und für Umwelt, Raumplanung und Energie an.

Ein Suizidversuch Voglers rund drei Monate nach seiner Wahl löste Ende Januar 2012 grosse Betroffenheit im Land aus. Hintergrund war laut Angaben Voglers eine starke berufliche Belastung und Kritik an seiner Person durch ein Buch zur Obwaldner Justiz, das reissenden Absatz fand. Darin kritisierte der Autor auch Vogler, den ehemaligen Präsidenten der Rechtspflegekommission des Kantonsrats.

Neben dem Nationalratssitz verfügt Obwalden über ein Sitz im Ständerat. Der amtierende Ständerat Hans Hess (FDP) tritt bei den Wahlen im Herbst nicht mehr an. Er wurde erstmals 1998 ins Stöckli gewählt.

Den freiwerdenden Ständeratssitz will Hess' Parteikollege André Windlin, Gemeindepräsident von Kerns, verteidigen. Über die Nomination des Meisterlandwirts entscheidet der Parteitag der FDP Obwalden offiziell am 30. April. (sda)

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Leserkommentare (4)
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    geschrieben am 21.04.2015 22:57

    Gibt es keine Alternative zu Vogler. Für den Kanton Obwalden begreife ich nicht ganz, dass ein extrem links politisierender, könnte ohne weiteres in der SP sein, akzeptiert wird. Da ja ein grosser Teil der CVP ebenfalls oft mit der SP stimmt, ist er natürlich gut aufgehoben.

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    geschrieben am 22.04.2015 12:05
    als Antwort auf das Posting von Josef Hofstetter, Horw am 21.04.2015 22:57

    Antwort auf das Posting von J. Hofstetter:
    Nun, aber bitte sachlich. Kennen sie Nationalrat Vogler persönlich ? Kennen sie die CSP im Kanton Obwalden ? Wohl kaum ! Wenn sie die Voten von NR. Vogler im Rat in der verlaufenen Legislatur betrachten, so steckt alles andere ein Linkspolitiker dahinter ( z.b. Pauschalbesteuerung, Krankenkasseninitiative u.a.) Ihre Beurteilung der politischen Arbeit von NR. Vogler beruht wohl vor allem darauf:
    a) er hat vor vier Jahren NR von Rotz (SVP) "abgelöst)
    b) alle, die links der "Volkspartei" politisieren, sind einfach Linke. So einfach ist das.

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    geschrieben am 22.04.2015 13:28
    als Antwort auf das Posting von walter ottiger, luzern am 22.04.2015 12:05

    Walter Ottiger; Ihre Argumentation enstspricht sicher nicht den Tatsachen. Sie wissen zudem auch, dass in gewissen Kantonen die CSP mit der SP Listenverbindungen eingeht, also mit ihrere Partei. Ich emopfehle Ihnen zudem einmal da Ranking des Abstimmungsverhaltens îm National - und Ständerat anzuschauen und anschliessend zu bestätigen, was noch von bürgerlich, wie bei einem Grossteil der CVP zu finden ist. Wir haben genügend Politiker, welche Sie selbst ja auch kennen, welche speziell bei der CVP bis zu 90 % mit der SP stimmen.

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    geschrieben am 23.04.2015 07:16
    als Antwort auf das Posting von Josef Hofstetter, Horw am 22.04.2015 13:28

    Herr Hofstetter. Die CSP Obwalden ist keiner Schweizerischen Partei angeschlossen. Sie politisiert eigenständig und unabhängig. Und wenn Sie sich orientieren würden, so wüssten Sie, dass unser Nationalrat Karl Vogler gemäss Ranking der NZZ exakt in der Mitte politisiert. Seine Politik entspricht der statistisch definierten Mitte der Schweiz. Schade, wenn Ideologie den Fakten vorgeht!

    Christian Schäli, Co-Präsident CSP Obwalden

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