Ausbau der Sarneraa in Alpnach

OBWALDEN ⋅ Die Sarneraa soll so ausgebaut werden, dass durch den Betrieb des geplanten Hochwasserentlastungsstollens keine Schutzdefizite entstehen. Die Obwaldner Regierung hat ein neues Gesetz für den Hochwasserschutz erarbeitet.

Die Sarneraa verbindet den Sarnersee mit dem Alpnachersee. Die Verbesserung des Hochwasserschutzes am Sarnersee wirkt sich auf die gesamte Länge des Flusslaufes aus. Somit sei die Gemeinde Alpnach wie Sarnern, Sachseln und Giswil direkt vom Projekt Hochwassersicherheit Sarneraatal betroffen, heisst es weiter.

Diesem hatten die Obwaldner Stimmberechtigten hatten Ende September 2014 zugestimmt. Es ist das grösste Hochwasserschutzprojekt in der Geschichte des Kantons Obwalden. Vorgesehen ist ein unterirdischer Stollen, der Fluten künftig östlich um das Dorf Sarnen herum leiten soll. Er beginnt beim Sarnersee und mündet unterhalb des Wichelsees in die Sarneraa. Der Stollen kostet 111 Millionen Franken.

Damit der geplante Stollen seine volle Wirkung entfalten könne, müsse die Sarneraa auch unterhalb des Wichelsees ausgebaut werden, heisst es. Und zwar so, dass durch die Inbetriebnahme des Stollens in Alpnach keine Schutzdefizite entstünden. Der Kantonsrat genehmigte eine entsprechende Motion im Juni 2014.

Nun legt die Regierung das zugehörige Gesetz vor. Darin werden die Trägerschaft, die Zuständigkeiten, das Tragen der Kosten und der Unterhalt des Projekts geregelt.

Analog zum Gesetz über die Planung und Umsetzung des Stollens soll der Kanton die Bauherrschaft dieser Wasserbaumassnahmen in Alpnach übernehmen. Der Kantonsrat berät das Gesetz im April und im Mai 2015.

sda/rem


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