Feuerpolizei schliesst Hotel

BRUNNEN ⋅ Die Zeit, in der man im «Eden» übernachten kann, ist Ende 2016 definitiv vorbei. Wie es nun weitergeht, steht in den Sternen.

08. Oktober 2016, 05:00

«Das Café Eden und die Eden-Bar bleiben vorläufig offen, das Hotel Eden muss seinen Betrieb Ende Jahr aus feuerpolizeilichen und bausicherheitstechnischen Gründen einstellen.» Hinter dieser Aussage von Ruedi Reichmuth, Sprecher der Janser-Stiftung, steht die Tatsache, dass der einstige Kurort Brunnen noch mehr Hotelbetten verliert. «Wir sind gemäss Stiftungszweck angehalten, die Gelder und Besitztümer nachhaltig einzusetzen», erklärt Reichmuth. Mit einem Hotelbetrieb sei dies nicht gegeben. Dass die Zukunft des Areals noch nicht absehbar ist, hat unter anderem mit der laufenden Revision der Kernzonenplanung in Brunnen zu tun. «Solange diese nicht abgeschlossen ist, sind uns die Hände gebunden.»

Nichtsdestotrotz sei man in intensiven Gesprächen mit der Gemeinde, sagt Reichmuth weiter, auch mit der Familie Schoeck, der weitere Gebäude im Gesamtareal gehören. Dazu kommt, dass die Gebäude «Schoeckvilla» und «Belvédère» unter Denkmalschutz stehen. Es zeichnet sich also eine komplizierte Gesamtplanung ab. Geplant sei, so viel könne er schon sagen, dass auch künftig ein «Eden»-Restaurant betrieben werde, sagt Reichmuth. Weitere Ideen beinhalten Wohnungen statt Hotelzimmer und ein Parkhaus anstelle der seit Jahren bestehenden Baugrube. Klar scheint derzeit nur zu sein, dass das bestehende «Eden»- Gebäude früher oder später abgerissen wird. «Das Haus wurde damals auf den nackten Felsen gebaut.» Die Bausubstanz sei mittlerweile sehr schlecht, auch laufe manchmal das Wasser über die Felsen ins Gebäude. Unklar ist, wann allfällige Arbeiten in Angriff genommen werden können. Man sei zuversichtlich, dass 2017 entscheidende Schritte eingeleitet werden könnten.

Demnächst würden die Sanierungsarbeiten im «Metropol»-Gebäude aufgenommen. «Die Baubewilligung ist eingetroffen», erklärt Reichmuth. So soll die Fassade saniert und die Wohnungen erneuert werden. «Diese können als Ferienwohnungen oder langfristig vermietet werden.» Eine weitere Baustelle wurde bereits in Angriff genommen. Zu den Liegenschaften der Janser-Stiftung gehört auch die Axenstrasse 21. Hier wird die Fassade erneuert und das Attikageschoss komplett saniert. Die Arbeiten kommen wie geplant voran. Es ist also einiges in Bewegung entlang der Seepromenade in Brunnen. Wie sie sich künftig präsentieren wird, ist allerdings noch offen.

Christian Ballatzentralschweiz@luzernerzeitung.ch


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