Gemeinde Schwyz rechnet für 2017 erneut mit Minus in Millionen-Höhe

FINANZEN ⋅ Der Gemeinderat von Schwyz rechnet im Voranschlag für das nächste Jahr erneut mit einem Defizit. Bei einem Aufwand von knapp 70 Millionen Franken budgetiert er mit einem Minus von 3,7 Millionen Franken. Von einer Steuererhöhung sieht er trotz trüber Aussichten ab.

29. November 2016, 09:38

Als Gründe für die angespannte Finanzlage nennt der Gemeinderat in einer Mitteilung vom Dienstag die rückläufigen Einnahmen aus dem Finanzausgleich und die hohen Investitionen. Die Herausforderung, mittelfristig eine ausgeglichene Rechnung zu erreichen, bleibe schwierig.

Die Hauptpositionen im Budget bewegen sich auf dem Niveau des laufenden Jahres. Allerdings fallen bei den Einnahmen drei Millionen Franken aus dem innerkantonalen Finanzausgleich weg.

In den nächsten vier Jahren rechnet die Gemeinde zudem mit rekordhohen Investitionen von rund 65 Millionen Franken. Geplant sind Ausgaben für die Alterszentren Rubiswil und Acherhof, Erschliessungen von neuen Baugebieten, die Planung der neuen Brücke Muota West sowie Sanierungen von Strassen und Kanalisationen.

Aufgrund der Finanzsituation sinkt das Eigenkapital des Schwyzer Hauptorts von 17,8 Millionen Franken auf wenige Millionen Franken bis Ende des Jahrzehnts. Die Verschuldung pro Kopf von 3400 Franken verdoppelt sich laut Mitteilung bis dahin. Der Gemeinderat warnt, dass ein Zinsanstieg zu einer massiven Mehrbelastung der Gemeindehaushalts führen würde.

Immerhin schaut es für das laufende Jahr besser aus. Laut Hochrechnung falle die Rechnung 2016 mit einem prognostizierten Minus von gut sieben Millionen Franken um zwei bis drei Millionen Franken besser ab, heisst es in der Mitteilung.

 

sda
 
 

 


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