Neuer Anlauf um Hochwasserschutz Lauerzersee

SCHWYZ ⋅ Zehn Kantonsräte von FDP und SVP wollen die vor der Sommerpause gescheiterte Debatte rund um den Hochwasserschutz am Lauerzersee wieder in die Gänge bringen. Deshalb haben sie gemeinsam ein Postulat eingereicht.
23. September 2013, 14:21

Zehn Schwyzer Kantonsräte von FDP und SVP wollen die Diskussion rund um den Hochwasserschutz Lauerzersee mit einem Postulat wieder auf eine sachliche Basis ringen. Peter Häusermann (SVP Küssnacht) Robert Gisler (FDP-Fraktion, Riemenstalden), Beat Ehrler (SVP Küssnacht), Ruedi Imlig (FDP Arth-Oberarth-Goldau), Herbert Huwiler (SVP Freienbach), Dominik Zehnder (FDP Freienbach), Sonja Böni (SVP Wollerau), René Bünter (SVP Lachen), Thomas Hänggi (SVP Schindellegi) und Paul Hardegger (FDP Sattel) fordern den Regierungsrat auf, die Problematik Lauerzersee nochmals anzugehen.

Laut eigenen Angaben will man dabei anstatt der bereits im Sommer geforderten Symptombekämpfung neu im Bereich der Ursache aktiv nach Lösungsmöglichkeiten suchen. Man müsse zwingend zwischen verschiedenen Einflussfaktoren differenzieren, sind sich die Kantonsräte einig. Also Ursache und Wirkung, Grundstück- und Oberflächenverdichtung, Rückhalte-Massnahmen, einer frühzeitigen Rückführung in Grundwasser, einer allfälligen Senkung des bestehenden Seespiegels und der Überprüfung noch nicht berücksichtigter Lösungsmöglichkeiten. Dabei soll der Kanton Schwyz und nicht etwa Interessengruppen federführend sein. Für die zehn unterzeichnenden Kantonsräte ist dies zwingend.

Heikel wurde es in der bisherigen Debatte stets wenn es um die Kostenbeteiligung ging. Hier wünschen sich die Kantonsräte eine Beteiligung sämtlicher Betroffenen. Also die Gemeinden Lauerz, Steinen, Schwyz, Ingenbohl, der Bezirk Schwyz und auch das Bundesamt für Strassen (Astra) als Besitzerin des immer wieder mitbetroffenen Autobahnabschnitts vor Seewen-Schwyz. In den Kostenverteiler sollen aber auch Wuhrkorporationen und Private sowie neu Gemeinden einbezogen werden.

Die Kantonsräte sehen zudem eine Kostenobergrenze von 40 Prozent zu Lasten des Kantons als angemessen. Mit der Forderung an die Schwyzer Regierung, sich der Problematik betreffend Hochwasser am Lauerzersee neu anzunehmen, wünschen die Politiker beider Parteien, dass bei Bedarf eine Projektgruppe einberufen wird. So erhoffen sich die Postulanten ein effizientes Vorgehen, damit kurz- und langfristige Massnahmen zielorientiert erarbeitet werden können.

Zwar stimmte am 27. Juni der Rat mit 50 zu 42 Stimmen einem Kredit von 800'000 Franken für die Erarbeitung eines Bauprojekts am Lauerzersee zu. Das notwendige Quorum von 60 Stimmen wurde allerdings deutlich verfehlt.

pd/rem


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