Paris: Belegschaft darf Gebäude nicht verlassen

KÜHNE + NAGEL ⋅ Nordöstlich von Paris haben die beiden Attentäter in einer Druckerei eine Geisel genommen. Ganz in der Nähe davon befindet sich ein Lager des Schwyzer Logistikkonzerns Kühne + Nagel. Die Belegschaft darf das Gebäude nicht verlassen.
09. Januar 2015, 11:20
In der Gemeinde Dammartin-en-Goële ist ein Polizeieinsatz gegen die beiden mutmasslichen Attentäter auf das Satiremagazin «Charlie-Hebdo» im Gang. Gemäss jüngsten Medienberichten haben die beiden gesuchten Männer in einer Druckerei Geiseln genommen.

Wenige Hundert Meter davon entfernt befindet sich ein Lager des Schweizer Logistikkonzerns «Kühne + Nagel». Der Belegschaft wurde verboten, das Betriebsgebäude zu verlassen, sagte ein Angestellter gegenüber dem Nachrichtenportal rtl.fr. Der Angestellte berichtete von einer Schiesserei. Ausserdem seien Polizeihelikopter im Einsatz.

  • Wilde Schiesserei im jüdischen Supermarkt in Paris.  (© Keystone)
  • Geiseln werden von der Polizei in Sicherheit gebracht. (© Keystone)
  • Polizei und Rettungskräfte im Einsatz beim Supermarkt in Paris. (© Francois Mori)

Zwei Tage nach dem Attentat auf die Redaktion des französischen Satiremagazins «Charlie Hebdo» (7. Januar 2015) hat die Polizei ein Versteck der Attentäter gestürmt und die beiden Männer getötet. Zeitgleich beendeten Spezialeinheiten die Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt im Osten von Paris. Der Täter wurde getötet, vier Geiseln kamen ums Leben.

Ein Sprecher von Kühne + Nagel sagte, man stehe in Kontakt mit dem Lager in Frankreich. Die Firma Kühne + Nagel hat ihren Sitz in Schindellegi im Kanton Schwyz. Das Speditionsunternehmen beschäftigt weltweit mehr als 63'000 Personen in über 100 Ländern. Im Jahr 2013 betrug der Umsatz fast 21 Milliarden Franken.

kä/sda/shä

  • Ein Mann und eine Frau halten in Lausanne die Titelseite des heute (14.1.2015) in Millionenauflage erschienenen Ausgabe von «Charlie Hebdo» in die Kamera. Ausserdem halten sie ein Plakat auf dem steht: «Ich bin ein  Muslim. Ich bin gegen Terrorismus.» (© EPA/SANDRO CAMPARDO)
  • Ein Mann hält in Lausanne ein Plakat und einen Stift in die Luft, um an die Opfer des Attentats in Paris zu gedenken. (© SANDRO CAMPARDO)
  • Menschen mit Plakaten in Lausanne: «Je suis Ahmed» (Ich bin  Ahmed) ist darauf zu lesen. (© SANDRO CAMPARDO)

Auf der ganzen Welt gingen Leute unter dem Motto "Je suis Charlie" auf die Strasse und brachten damit ihre Trauer über das Attentat von Paris zum Ausdruck.

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