21 Prozent der Schwyzer kommen in den Genuss von Prämienverbilligungen

SCHWYZ ⋅ Laut der Schwyzer Regierung hat sich das heutige Modell der Prämienverbilligung zwar bewährt, enthält aber noch immer Systemschwächen. Nun will die Regierung diese beheben und eröffnet eine entsprechende Vernehmlassung.

24. November 2016, 09:43

Der Vernehmlassungsentwurf beinhalte die Absicht, das System der Prämienverbilligung zu optimieren, indem die Selbstverantwortung gestärkt werde, teilte die Schwyzer Staatskanzlei am Donnerstag mit.

Anstoss für die anstehende Teilrevision bei der Prämienverbilligung war eine vom Parlament in ein Postulat umgewandelte Motion von CVP-Kantonsrat Paul Schnüriger. Er beantragte, die Richtprämien für die Prämienverbilligung anzupassen und forderte, dass die ausgerichtete Verbilligung nicht höher sein darf als die tatsächlich geschuldete Krankenkassenprämie.

Gemäss dem vorliegenden Vernehmlassungsentwurf sollen neu statt 100 Prozent nur noch 90 Prozent der kantonalen Durchschnittsprämien als Richtprämien berücksichtigt werden. Maximal aber soll immer höchstens die tatsächlich geschuldete Prämie verbilligt werden.

Weiter sollen die zulässigen Steuerabzüge für die private Vorsorge im Rahmen der 2. Säule und der Säule 3a beim Reineinkommen aufgerechnet werden. Personen, die nach Abzug von Vermögensfreibeträgen ein bestimmtes Reinvermögen ausweisen, erhalten keine Prämienverbilligung.

Trotz dieser neuen Bestimmung werden laut Berechnungen im Kanton Schwyz rund 21,3 Prozent der Einwohner in den Genuss von Prämienverbilligungen kommen. Die Gesamtaufwendungen werden im Vergleich zur Hochrechnung 2017 rund 8,4 Millionen Franken tiefer ausfallen. Das Vernehmlassungsverfahren dauert bis Ende Februar 2017, die Änderungen sollen Anfang 2018 in Kraft treten. (sda)


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