Polizei warnt vor Geldtransfer als «lukrativen Nebenerwerb»

INTERNETBETRUG ⋅ Mehrere Personen in den Kantonen Zug und Schwyz sind Opfer eines Trojaners geworden: Ein auf deren Computer eingeschleustes Programm löste unbemerkt Zahlungen aus. Die Betrüger rekrutierten Leichgläubige als Mittelsmänner.

01. Dezember 2016, 08:37
Im vorliegenden Fall wurden die vom Trojaner ausgelösten Zahlungen auf das Konto einer Privatperson überwiesen, wie die beiden Kantonspolizeien am Donnerstag mitteilten. Dieser Helfer war vorgängig von den Betrügern kontaktiert worden.

Oft nutzen Betrüger tatsächlich existierende Firmen, indem sie in deren Namen über Jobplattformen, fingierte Internetseiten oder soziale Netzwerke Jobangebote offerieren, heisst es in der Mitteilung.

Interessierte werden aufgefordert, ihr Bankkonto zur Verfügung zu stellen, um Gelder von angeblichen Kunden der Firma zu empfangen. Anschliessend müssen sie dieses Geld abheben und per Post oder über Zahlungsplattformen ins Ausland verschicken. Als Gegenleistung dürfen die Arbeitnehmer einen kleinen Betrag als Provision behalten.

Wer solche "Jobs" annimmt, gerät ins Visier der Behörden, warnen die Kantonspolizeien von Zug und Schwyz. "Die Geldbeträge sind betrügerisch erlangt worden." Wer Geld aus solchen Handlungen entgegennimmt und weiterleitet, macht sich der Geldwäscherei strafbar. (sda/cv)


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